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 Heute im Newsflash: Vermutliche Brandstiftung bei Amazon, eine Betrügerbande, eine neue Studie zu Retouren und Drogen-Briefe bei der Deutschen Post.

Pillen im Brief
Sabphoto/shutterstock.com

Erneuter Brand im Amazon-Logistikzentrum

Erst vor wenigen Tagen kam es bei Amazon in Graben, im Landkreis Augsburg, zu einem Brand. Nun gab es laut BR am Mittwoch an gleicher Stelle Flammen. Das Feuer wurde schnell gelöscht, der entstandene Schaden hält sich deswegen in Grenzen. Allerdings soll es laut der Polizei wohl Hinweise auf Brandstiftung geben, aus „ermittlungstaktischen Gründen“ könne man aber keine Einzelheiten nennen. Der Brand am vergangenen Samstag im Logistikzentrum von Amazon soll nach neusten Erkenntnissen einen Schaden von rund zwei Millionen Euro verursacht haben.

Zustellunternehmen lässt Betrügerbande auffliegen

Über sieben Jahre soll eine ganze Bande an Betrügern in den USA iPhones und andere elektronische Geräte ergaunert haben. Insgesamt kam so ein Schaden von rund 19 Millionen US-Dollar zustande. Die Diebe verwendeten gefälschte Ausweise und Kreditkarten, um sich dann in Handy-Läden als bestehende Abonnenten auszugeben und billige oder kostenlose Upgrades ihrer Mobiltelefone zu erhalten. Die Betrüger hatten ihre Zentrale in New York, ihre Machenschaften zogen sich aber durch die gesamte USA. Auf die Schliche gekommen sind die Behörden den Gaunern nur, weil der verwendete Zustellservice, welcher genutzt wurde um die Beute nach New York zu schicken, misstrauisch wurde und die Polizei verständigte, wie futurezone berichtet.

Jeder Fünfte rechnet mit einer Retoure

Wie wichtig ein reibungsloser Retourenprozess ist, zeigen jetzt die Ergebnisse der Studie „Stadt, Land, Los“ des ECC Köln und Hermes Germany. Nicht nur planen 20 Prozent der befragten 1.000 Online-Shopper schon bei der Bestellung eine Rückgabe ein, für zwei von drei Konsumenten ist ein komplizierter Retourenprozess sogar ein absolutes No Go und Grund genug, künftig nicht mehr beim betreffenden Online-Shop einzukaufen. Einer der größten Störfaktoren sind außerdem die ungünstigen Öffnungszeiten von Paketshops. Besonders auf dem Land ist das ein großes Ärgernis. Konsumenten in den Städten stören sich vermehrt an den langen Warteschlangen. An dieser Stelle kann die Studie mit allen Ergebnissen kostenfrei heruntergeladen werden.

Post öffnet 12.000 Drogen-Briefe im Jahr

An die 16.000 Briefe gehen täglich bei der „Briefermittlungsstelle der Deutschen Post AG“ in Marburg ein, bei denen weder der Empfänger noch der Absender eindeutig erkennbar ist. Diese dürfen die Mitarbeiter öffnen, um gegebenenfalls aus dem Inhalt den Adressaten ermitteln zu können. Dabei stoßen die Angestellten aber immer wieder auf verbotene Substanzen. Im vergangenen Jahr sollen rund 12.000 der Briefe z.B. Crystal Meth, Ecstasy oder Kokain enthalten haben, wie die Bild schreibt. Aktuell ist es laut dem Postgesetz allerdings nicht erlaubt, diese Funde bei der Polizei anzuzeigen. Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann will das nun aber ändern: „Darknet-Dealer können nahezu ohne Risiko Drogen, Waffen oder Kinderpornos im Inland über die Post versenden. Das muss sich ändern, um den Internet-Kriminellen ihre Vertriebswege abzuschneiden.“ Mit einer Änderung des Postgesetzes will man dies schaffen.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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