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Die Google-Tochter Wing hat in den USA nun die erste Zulassung als kommerzielle Drohnen-Airline erhalten. Das und weitere News aus der Branche gibt es hier kurz und kompakt zusammengefasst.

Amazon Garage Key
© Amazon

Wing erhält Lizenz als Airline

Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA hat der Wing Aviation LLC nun als erstes Unternehmen die Zulassung für den kommerziellen Drohnenflugbetrieb erteilt. Die Google-Tochter darf nun offiziell als Fluggesellschaft firmieren und als Airline mit den unbemannten Lieferdrohnen in den USA Waren zustellen. In der Vergangenheit wurden bereits rund 70.000 Testflüge in Australien und Finnland durchgeführt, an die 3000 „Lieferungen“ wurden dabei erprobt, wie OnlinehändlerNews schreibt. Die Drohnen können Pakete von bis zu 1,5 Kilogramm transportieren, steuern per GPS den Zielort an und verharren vor Ort in einer Höhe von rund sieben Metern. Per Seilwinde wird die Fracht dann am Boden abgesetzt. In den kommenden drei Jahren sollen die ersten Wing-Lieferdrohnen in den Gemeinden Blacksburg und Christiansburg in Virginia zum Einsatz kommen.

Amazon liefert in die Garage

Vor wenigen Wochen hat Amazon seinen neuen Service Key for Garage noch getestet, nun startet er offiziell in 50 Städten in den USA. Die neue Lieferoption ist – wie so oft – ausschließlich für Prime Nutzer verfügbar, zusätzlich muss der Kunde natürlich über eine Garage und das entsprechende System von myQ verfügen. Dieses bietet der Online-Händler auf seiner Plattform aktuell zum Sonderpreis an. Das System muss anschließend mit dem eigenen Account bzw. der betreffenden Key-App verbunden werden, der Paketbote erhält im Anschluss einen PIN, um das Tor der Garage zu öffnen und die Lieferung abzulegen. Eine Kamera kann ebenfalls installiert werden, um den Hausbesitzern die Möglichkeit der Kontrolle zu geben, wie der Amazon Watchblog weiß.

GLS startet Einsatz von Lang-Lkw

Zwischen den GLS-Depots Großbeeren und Hermsdorf setzt der Logistiker ab sofort einen neuen Gigaliner ein. Auf der knapp 250 Kilometer langen Strecken fuhren bisher zwei herkömmliche Lkw mit Anhänger, durch den Lang-Lkw lässt sich nun einer einsparen, wodurch die jährliche CO2-Emission um rund 40 Prozent gesenkt werden kann. „In anderen GLS-Landesgesellschaften setzen wir bereits sogenannte Gigaliner ein – die Ergebnisse waren überzeugend“, sagt Martin Seidenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung der GLS Germany. „Darauf aufbauend haben wir in Deutschland unser Streckennetz analysiert, um mögliche Einsatzorte zu definieren.“ Die beiden Standorte Großbeeren und Hermsdorf wurden ausgewählt, da das Volumen konstant hoch ist, um den 25,25 Meter langen Lkw auszulasten. Außerdem liegen beide Depots direkt an der Autobahn und auf einer für den Gigaliner freigegebenen Strecke.

Kühne + Nagel startet mit Umsatzwachstum ins neue Jahr

Das Logistik- und Gütertransportunternehmen Kühne + Nagel konnte auch im ersten Quartal 2019 sein Wachstum weiter fortsetzen. Die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen einen Umsatzanstieg von 7,7 Prozent auf umgerechnet rund 4,6 Mrd. Euro. Der Bruttoertrag konnte ebenfalls um 7,3 Prozent erhöht werden. Am Ende lag dieser bei umgerechnet rund 1,7 Mrd. Euro. In den Bereichen Landverkehr und Seefracht konnte sich Kühne + Nagel deutlich verbessern, das Luftfrachtvolumen sank allerdings um 3,1 Prozent. Alles im allem zeigte sich CEO Detlef Trefzger zufrieden mit dem ersten Quartal 2019, betonte aber auch, dass das verlangsamte Wirtschaftswachstum deutlich spürbar ist. In den kommenden Monaten will sich das Unternehmen vor allem auf die Einführung einer neuen digitalen Plattform und spezialisierte Branchenlösungen fokussieren.

BIEK will mehr Förderung für die „leise“ Lieferlogistik

Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) hat sich im Zuge des bundesweiten Tag gegen Lärm jetzt für eine Lockerung der Regelungen für die „sanften“ Liefermethoden wie beispielsweise Cargobikes eingesetzt. Der Verband forderte die Kommunen dazu auf, die Fußgängerzonen für die Belieferung mit Lastenfahrrädern und Fahrzeugen mit alternativen Antrieben freizugeben. „Die lärmarme Belieferung trägt zur Lebensqualität in den Städten bei. Wir setzen auf die Partnerschaft mit den Städten, weil dabei ein Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen wird“, wird der Vorsitzende Marten Bosselmann bei logistra zitiert. Auch durch die Wirtschaftsförderung bei der Suche nach Flächen für mögliche Mikro-Depots sieht der BIEK Möglichkeiten, die emissionsfreie Lieferkette weiter voranzutreiben.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


Kommentare

#1 Frank2 2019-04-29 11:32
Amazon liefert in die Garage, das wäre in Deutschland ja mal ein Forschritt dann müsste man seine Pakete nicht überall auf dem Grundstück suchen. So wie die Ostereier.



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