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Wird es in Emden bald die berühmten Ottifanten als Ampel-Männchen geben? Entsprechende Pläne gibt es wohl. Doch zugleich gibt es auch rechtliche Hürden.

Komiker Otto Waalkes
Markus Wissmann / Shutterstock.com

Die niedersächsische Stadt Emden möchte ihren Ehrenbürger Otto Waalkes würdigen – und zwar mit eigenen Ampeln bzw. Ampelmännchen. Der ostfriesische Komiker selbst hatte vor einigen Tagen auf seiner Facebook-Seite entsprechende Vorschläge dargeboten und dabei unter anderem sein berühmtestes Motiv – nämlich den sogenannten Ottifanten – genutzt:

Ottifanten-Ampel von Otto Waalkes
Otto Waalkes-Post bei Facebook: Screenshot

Bei vielen Fußgängern dürfte diese Idee durchaus gut ankommen – schließlich sind die Ottifanten im Gegensatz zu den standardisierten Ampel-Männchen witzig und durchaus possierlich.

Rüssel-Tier-Idee mit rechtlichen Fallstricken

Dass es tatsächlich dazu kommt, dass die berühmten Ottifanten die Emdener Lichtzeichenanlagen schmücken, ist eher unwahrscheinlich. Schon vor einem Jahr waren entsprechende Pläne gescheitert, da ihnen die Straßenverkehrsordnung einen Strich durch die Rechnung machte. „Die Rechtslage erlaubt allein menschliche Symbole, aber keine tierischen Embleme“, zitiert W&V die Aussagen des Stadtsprechers Jens Gerdes von damals.

Aufgeben wollen die Emdener die Pläne dennoch nicht. Wie es weiter heißt, könnte statt der Ottifanten eben Otto Waalkes selbst auf den Ampeln abgebildet werden. Auch dazu präsentiert der Ostfriese einen Vorschlag auf seiner Facebook-Seite:

Otto Waalkes-Ampel
Otto Waalkes-Post bei Facebook: Screenshot

Besondere Ampel-Männchen auch in anderen Städten

Auch andere Städte können mit besonderen Ampel-Männchen aufwarten: Die berühmten Bremer Stadtmusikanten haben in ihrer Heimatstadt in der Vergangenheit beispielsweise rund um den Freimarkt eigene Ampelmännchen erhalten – allerdings gab es auch hier rechtliche Hürden, sodass die tierischen Gesellen ausschließlich in der Grünphase zu sehen sind. „Das rote Männchen ist ein offizielles Verkehrszeichen und darf nicht verändert werden. Das ist eine polizeiliche Vorschrift“, zitiert der Weser Kurier Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale.

 

Ohne Widerstand und Querelen ist auch die Einführung von Rattenfänger-Ampeln in Hameln übrigens nicht vonstatten gegangen. Bevor das niedersächsische Verkehrsministerium im Sommer 2018 sein Okay für die Verwendung des sagenumwobenen Helden gegeben hatte, gab es auch hier einigen Gegenwind. Neben Hameln und Bremen sind unter anderem noch die Mainzelmännchen in Mainz und Martin Luther in Worms als niedliche Ampel-Männchen aktiv.

 

Wie am Ende die Ampeln in Emden aussehen und ob sich vielleicht doch die Ottifanten im regionalen Straßenverkehr durchsetzen werden, wird sich noch zeigen. 

/ Geschrieben von Tina Plewinski


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