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Heute im Logistik-Newsflash: Der Brexit, Rossmann und Amazon, die Deutsche Bahn und Schenker, ein aggressiver Paketbote und ein Frachter mit über 400 Kilo Kokain.

Transporter von DB Schenker
alexfan32/shutterstock.com

Lkw-Transporte nach UK um über 100 Prozent gestiegen

Der Brexit wurde bis Ende Oktober aufgeschoben, was danach passiert ist aber immer noch genauso unklar. Die Befürchtungen vor einem No-Deal-Brexit haben die Warenlieferungen auf die Insel im ersten Quartal 2019 explodieren lassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Lkw-Transporte von Europa nach Großbritannien um stolze 112 Prozent angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Timocom Transportbarometers hervor, welcher quartalsweise die Entwicklung von Transportangebot und -nachfrage analysiert. „Unternehmen in Großbritannien, die von Importen aus Festland-Europa abhängig sind, erhöhen ihre Lagerbestände, um auf einen ungeordneten Brexit vorbereitet zu sein“, wird David Moog, Business Analyst von Timocom, bei Logistra zitiert. Ein ungeregelter Austritt könnte zu langen Wartezeiten an der Grenze und Versorgungsengpässen führen. Auch ist die künftige Verzollung der Waren nach wie vor unklar, resümiert der Analyst weiter. Das stärkste Exportwachstum war in Deutschland, Frankreich und Polen zu verzeichnen.

Will die Deutsche Bahn die Logistik-Tochter Schenker verkaufen?

Gerüchten zufolge will sich die Deutsche Bahn von ihrer Speditions- und Logistik-Tochter Schenker trennen. Wie die Verkehrsrundschau aus Unternehmenskreisen erfahren haben will, soll dies der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beschlossen haben. Spekulationen über einen möglichen Verkauf von DB Schenker gibt es schon länger, dieser könnte einige Milliarden Euro in die so klammen Kassen der Deutschen Bahn spülen. Der Konzern musste zuletzt stark gestiegene Netto-Finanzschulden hinnehmen, in den kommenden Jahren sollen dennoch fünf Milliarden für weitere Züge und Schienen ausgegeben werden. Marktexperten schätzen, ein Verkauf könnte der Deutschen Bahn an die 15 Milliarden Euro einbringen.

Rossmann trennt sich von Amazons Lieferdienst Prime Now

Nach nicht mal zwei Jahren beendet Rossmann jetzt die Zusammenarbeit mit Amazons Lieferdienst Prime Now. Bisher konnten sich Kunden in Berlin innerhalb von einer Stunde Haushaltswaren und Kosmetik von Rossmann mit Amazon Prime Now liefern lassen, jetzt ist damit Schluss. Bereits im letzten Jahr wurde über ein mögliches Aus spekuliert, Rossmann-Chef Dirk Roßmann hat das jetzt in einem Interview offiziell bestätigt. „Die Kunden gehen lieber in die Märkte und wollen keinen Aufpreis zahlen, um sich die Sachen ins Büro liefern zu lassen“, wird er bei den OnlinehändlerNews zitiert. Obwohl keine genauen Zahlen veröffentlicht wurden, lässt sich vermuten, dass die mangelnde Nachfrage an dem Lieferservice zum Bruch zwischen Rossmann und Amazon Prime Now geführt hat.

Notruf wegen aggressivem Paketboten

In Berlin musste die Polizei jetzt wegen einem aggressivem Paketboten ausrücken. Wie die Berliner Zeitung berichtet, wollte eine Hausbewohnerin keine Pakete für ihre Nachbarn annehmen, dass kam bei dem Zusteller allerdings gar nicht gut an. „Ich sagte dem Mann, dass ich nicht mehr als Paketannahmestelle für das ganze Haus herhalten kann“, wird die Mieterin zitiert, sie habe dies zehn Jahre lang gemacht, inzwischen aber Herzprobleme. Nachdem sich auch die Nachbarin aus dem Erdgeschoss geweigert hätte, die Pakete anzunehmen, hätte der Bote „rumgebrüllt, dass wir verdammt nochmal die Pakete nehmen sollen“, so die Anwohnerin. Die dazu gerufene Polizei konnte den DHL-Boten schließlich in der Nähe des Einsatzortes ausfindig machen. "Es wurde eine Anzeige wegen Beleidigung gefertigt. Er wurde erkennungsdienstlich behandelt. Anschließend durfte er seinen Weg fortsetzen", so eine Polizeisprecherin.

Frachter mit 440 Kilo Kokain entdeckt

Im Hamburger Hafen haben Zollbeamte jetzt 440 Kilo Kokain auf einem Frachtschiff sichergestellt. Die Drogen befanden sich in 17 Reisetaschen und wurden in Containern mit Reissäcken versteckt. Der Frachter kam aus Montevideo in Uruguay und war über Hamburg und den belgischen Antwerpen auf dem Weg nach Freetown im westafrikanischen Sierra Leone. Für große Mengen an Drogen werden häufig derartige Schmuggelmethoden ausgewählt. Statt das Rauschgift auffällig zu verstecken, wird es in den leicht zu transportierenden Taschen auf die Reise geschickt. Am Zielort können die Täter diese dann schnell aufnehmen, so der Spiegel.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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