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UPS-Mitarbeiter werden in Hamburg Pakete jetzt mit Sackkarren und Fahrrädern zustellen. Das ist Teil eines zweijährigen Projektes von UPS und der Stadt Hamburg.

Hamburg kooperiert mit UPS.
© hamburg.de

Die Freie Hansestadt Hamburg öffnet sich für ein neues Logistik-Projekt. Gemeinsam mit UPS wird die Stadt in einem zweijährigen Modellprojekt eine neue Form der City-Logistik ausprobieren. Um u. a. Emissionen durch die Paketzustellungen zu reduzieren, soll UPS an vier zentralen Standorten in Hamburg Container als Zwischenlager aufstellen und Pakete zu Fuß oder mit dem Fahrrad zustellen.

Umweltschutz und Effizienz sollen gefördert werden

Ein bisschen seltsam ist es schon, dass die Mitarbeiter von UPS im Jahr 2015 Pakete mit Sackkarren und Fahrrädern durch die Innenstadt fahren sollen. Doch genau das sieht die Kooperation zwischen der Stadt Hamburg und UPS vor. Künftig stehen den UPS-Mitarbeitern in Hamburg für den Transport der Pakete von den Containern zu den Empfängern Sackkarren, Lastenfahrräder und auch elektrische Fahrräder zur Verfügung.

 

Aus Sicht der Stadt spricht vor allem der Umweltschutz für das Projekt. „Die vereinbarte Ausweitung des Modellversuchs schafft eine wichtige Grundlage für die Etablierung eines Lieferverkehrs, der sich veränderten Rahmenbedingungen und Anforderungen stellt“, sagte Hamburgs Senator Frank Horch. Durch weniger Fahrten und Haltevorgänge würden insgesamt Emissionen, vor allem aber auch Flächenbedarfe für die Zustellfahrzeuge in zentralen Bereichen der Stadt eingespart, so der Senator.

 

Die Stadt Hamburg habe mit mehreren Logistikunternehmen gesprochen, um aufgrund der beengten Verhältnisse der Innenstadt eine bessere Organisation des Lieferverkehrs zu erreichen. Der Paketdienst UPS hatte demnach den besten Lösungsansatz, so die Stadt in einer Mitteilung.

Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie

UPS nutzt bereits seit 2012 eine Stellfläche in Hamburg, um dort vormittags einen mit Paketen beladenen Container abzustellen, von dem aus die Zusteller Pakete zu Fuß mit Sackkarre, mit Lastenfahrrädern und einem elektrisch unterstützten Fahrrad zu den Empfängern bringen sollen. Abgeholte Sendungen werden laut UPS von den Mitarbeitern in den Container verbracht, der dann abends abgeholt und zurück in die UPS Niederlassung transportiert wird.

 

„Wir haben mit dem ersten Versuch mit einem Container als mobilem Depot für Pakete erreicht, dass Lieferverkehre nicht nur am Neuen Wall, sondern auch in der Umgebung reduziert werden konnten“ sagte Frank Sportolari, Generalbevollmächtigter UPS Deutschland. „Die Ausweitung des Konzepts ist für uns daher eine folgerichtige Entscheidung. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und wir freuen uns, einen Beitrag zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs leisten zu können. Nachhaltigkeit kommt der Umwelt insgesamt zugute und deshalb profitieren alle davon, auch Unternehmen oder Händler, Kunden und Anteilseigner. Wir bedanken uns bei der Stadt Hamburg und dem BID Neuer Wall für die hervorragende und partnerschaftliche Zusammenarbeit“, so Sportolari.

 

Verläuft das Modellprojekt erfolgreich, könnte ein solches Konzept auch auf größere Einzugsbereiche ausgedehnt werden.

/ Geschrieben von Giuseppe Paletta


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