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Der Welthandel wird in den kommenden Monaten weiterhin wachsen, wenn auch etwas gemäßigter als noch im letzten Quartal. Das geht aus dem aktuellen Global Trade Barometer der DHL hervor.

Konzept Handel Logistik
© Travel mania / shutterstock.com

Der Welthandel wird sich auch in den kommenden drei Monaten weiterhin positiv entwickeln. Das ist das zentrale Ergebnis des aktuellen Global Trade Barometers (GTB) der DHL. Der Index für das aktuelle Quartal liegt bei 63 Punkten, was in der GTB-Methodik für Wachstum steht. Allerdings ging die Zahl im Vergleich zum Vorquartal um vier Punkte zurück, die positive Entwicklung in den nächsten Monaten wird also mit nachlassender Geschwindigkeit vonstattengehen.

„Nach mehreren heißen Monaten mit sehr guten Aussichten für den Welthandel findet jetzt eine gewisse Abkühlung statt. Wir kommen in normalere, niedrigere - aber immer noch angenehme - Temperaturbereiche“, sagt Tim Scharwath, CEO von DHL Global Forwarding, Freight, in einer Meldung des Unternehmens. „Auch wenn sich die internationalen Handelsspannungen zuletzt verschärft haben, prognostiziert das DHL Global Trade Barometer für die kommenden drei Monate einen solide wachsenden Welthandel.“

Indien mit stärksten Handelswachstum, Deutschland gehört zu den Verlierern

Als Grund für die etwas abgeschwächte Wachstumsprognose nennt die DHL den Rückgang in den Bereichen Luft- und Seefracht. Während sich dieser bei der Seefracht mit einem Punkt weniger im Index noch in Grenzen hält, ist die Luftfracht um ganze acht Punkte gesunken und kommt aktuell auf einen Indexwert von 62.

Global Trade Barometer
© Deutsche Post DHL Group

Auch in den sieben untersuchten Ländern gibt es Diskrepanzen. Indien kann als einziges Land weiterhin ein starkes Handelswachstum vorweisen und kommt auf 83 Punkte. Überraschenderweise unverändert positiv bleibt Großbritannien, dass sich trotz der schwierigen Situation rund um die Brexit-Verhandlungen bei stabilen 57 Punkten halten kann. Für Deutschland haben sich die Aussichten allerdings verschlechtert. Die Handelsaussichten hierzulande sind um sechs Punkte auf 58 gesunken. Auch die Werte für China, Japan, Südkorea und die USA haben sich etwas verschlechtert. Das nächste Global Trade Barometer erscheint am 28. November 2018

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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