Beim Paketversand kann es immer wieder zu Transportschäden kommen. Davon betroffen sind meist große und schwere Sendungen. Eine neue Studie von uShip kommt nun zu dem Ergebnis, dass in den USA jede fünfte große Sendung beschädigt wurde. 15 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass der Artikel überhaupt nicht angekommen sei.

Mann neben sehr großen Paket
© Milkovasa – shutterstock.com

UPS veranschlagt extra Kosten für XXL-Pakete

uShip, eine US-amerikanische Frachtenbörse, die sich vor allem auf große Produkte spezialisiert hat, hat analysiert, wie im Versandhandel vor allem mit XXL-Bestellungen umgegangen wird. Grundlegend ist dabei festzuhalten, dass die US-amerikanischen KEP-Dienstleister Waren wie Möbel, Matratzen oder Sportgeräte nur ungern transportieren und bearbeiten. UPS führt in den USA deswegen sogar eine Gebühr in Höhe von 150 US-Dollar für die Bearbeitung übergroßer Pakete ein. UPS und Rivale FedEx liefern derzeit Pakete bis zu einem Gewicht von 68 kg an die Haustür. Die Gebühren sollen die Einzelhändler und Online-Händler davon abhalten, schwerere Produkte zu verschicken, die Paketsortieranlagen kaum bewältigen können, so das Unternehmen laut Reuters.

Der uShip-Bericht „Realities in Oversized E-Commerce Delivery in the Amazon Era“ macht nun den aktuellen Status Quo in den USA deutlich. Denn während der Versand von Paketen kein Problem ist und der Empfänger das Paket schon am nächsten Tag in den Händen halten kann, müssen sie nach Angaben von retaildive.com bei großen Waren oft Tage, wenn nicht sogar Wochen warten. Das Problem dabei ist, dass dennoch 21 Prozent der Waren beim Transport beschädigt werden. 15 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass der Artikel überhaupt nicht angekommen sei. Ganze 16 Prozent mussten sich sogar selbst um den Versand kümmern.

Kunden wünschen sich mehr Service

Wenn Kunden ein schlechtes Liefererlebnis haben, fällt dies meist nicht auf den Versanddienstleister, sondern auf den Händler zurück. Und diese unzufriedenen Kunden haben dabei auch allen Grund zum Frust. 11 Prozent der Befragten gaben beispielsweise an, dass sie während der Lieferung ernsthafte Probleme mit dem Kundenservice hatten. Weitere 11 Prozent erklärten an, dass sie einen ganzen Tag mit der Nachverfolgung des Produktes beschäftig waren und noch einmal 15 Prozent blieben der Arbeit fern, damit sie die Ware entgegennehmen konnten.

Um die Lieferung von großen Waren für Verbraucher so angenehm wie möglich zu machen, müssen sowohl die Händler als auch die Dienstleister in einen besseren Service investieren und auf die Wünsche der Kunden eingehen. Laut der uShip-Studie wünschen sich demnach 28 Prozent der Verbraucher proaktive Updates zum Lieferstatus. Aber auch der Wunsch nach Lieferung in bestimmten Time-Slots steht mit 27 Prozent hoch im Kurs. Weitere 14 Prozent wünschen sich zudem, dass sie den Versanddienstleister selbst auswählen können.

/ Geschrieben von Julia Ptock




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