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Mit dem stetig wachsenden Online-Handel nehmen in Deutschland auch die E-Mails zur Paketsendungsverfolgung zu. Die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de wollen diese nun schneller und leichter verfolgbar machen und haben zusammen mit DPD und DHL ein Pilotprojekt gestartet, das mittels Künstlicher Intelligenz Informationen zu den Online-Bestellungen und deren Lieferstatus automatisch bündelt.

Paketverfolgung bei GMX
© GMX

Die Flut an E-Mails in deutschen E-Mail-Postfächern nimmt weiter zu. Dazu tragen auch Benachrichtigungen von Online-Shops und Paketdiensten bei, allen voran Nachrichten zur Sendungsverfolgung. Um den Usern mehr Überblick zu verschaffen, starten die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de ein „intelligentes Postfach“. Das auf Künstlicher Intelligenz basierende Projekt startet mit einem Betatest zur Paketverfolgung in Kooperation mit DHL und DPD. Im Laufe dieser Woche sollen insgesamt eine Million Nutzer beider Dienste dazu eingeladen werden.

Lieferstati aller Bestellungen auf einen Blick ersichtlich

Bei dem neuen Service „Paketverfolgung“ werden bestellrelevante E-Mails nach Angaben von GMX direkt erkannt und Sendungsverlauf sowie Lieferstatus in Echtzeit angezeigt. Die Paketverfolgung startet zunächst als Betaversion. Bereits ab dem 31. Juli wurden eine Million Nutzer von Web.de und GMX dazu eingeladen, die neue Funktion zu testen und Feedback für die Weiterentwicklung des Produkts zu geben. Als Partner für den Betatest konnten die KEP-Dienstleister DHL und DPD gewonnen werden.

Der Service sieht vor, dass nach Aktivierung der Funktion der Nutzer direkt über eine Bestell-Mail den aktuellen Status einer Lieferung einsehen kann. In der Übersicht „Meine Bestellungen“ sind die Lieferstati aller Bestellungen auf einen Blick ersichtlich. Der Nutzer hat auch die Möglichkeit, E-Mails eigenständig als Bestell-E-Mails zu kennzeichnen. Damit trainiert er, ähnlich wie bei der individuellen Spam-Kennzeichnung, die Erkennungsqualität der Software.

DPD bietet kartengestütztes Live-Tracking an

Nutzer, die an dem Betatest teilnehmen wollen, müssen dafür zwei Einwilligungen (Opt-ins) zur Datenverwendung erteilen. Während die erste für die generelle Nutzung einer automatisierten Sortierung der eingehenden E-Mails in bestimmte Kategorien wie „E-Commerce & Shopping“ oder „Allgemeine Benachrichtigungen“ relevant ist, ist die zweite Opt-in-Einwilligung speziell für die Nutzung der Paketverfolgung erforderlich. Durch die gegebene Freigabe fragen Web.de und GMX die Sendungsnummern ab, um Sendungsdaten seiner Lieferungen beim Versanddienstleister abzufragen und darzustellen.

Der KEP-Dienstleister DPD ermöglicht in dem Betatest zudem ein kartengestütztes Live-Tracking. Durch einen direkten Link auf der Seite des Unternehmens, können die Nutzer auf weiterführende Optionen bei der Steuerung und Nachverfolgung von DPD Paketen zugreifen. DPD ermöglicht an dieser Stelle eine „zuverlässige Zustellprognose, die auf 60 Minuten exakt ist.“ Im Laufe der Zustellung, so der KEP-Dienstleister, wird der prognostizierte Zustellzeitpunkt auf bis zu 30 Minuten präzisiert. Dank dem kartengestützten Live-Tracking sieht der Empfänger darüber hinaus in Echtzeit auf einer detaillierten Kartendarstellung, an welchem Punkt sich sein Paket gerade befindet.

Aktuell steht die Funktion „Paketverfolgung“ des intelligenten Postfachs nur den Teilnehmern des Betatests zur Verfügung. Der Test dient vor allem dazu, durch Anlernen des Algorithmus eine stabile automatisierte Erkennung von Bestell-E-Mails zu erreichen. Bei erfolgreichem Abschluss der Testphase planen Web.de und GMX einen kurzfristigen Marktstart.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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