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2017 wurden in Deutschland rund 7,8 Milliarden Quadratmeter Wellpappe abgesetzt – das hat der Verband der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW) auf seiner Jahreskonferenz bekannt gegeben. Das entspricht einem Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zu 2016.

Nahaufnahme Wellpappe in Fabrik
© Andrei Mayatnik – shutterstock.com

Auf der Jahreskonferenz des Verbandes der Wellpappen-Industrie e.V. (VDW) wurden die neusten Absatzwerte für Wellpappe bekannt gegeben. Mit einem Wachstum von 4,3 Prozent liegt 2017 weit über dem Vorjahr. Es wurden rund 7,8 Milliarden Quadratmeter Wellpappe abgesetzt, ein Plus von 230 Millionen Quadratmetern.

Dr. Steffen P. Würth, Vorsitzender des VDW, erklärte auf der Pressekonferenz laut Logistik Heute, dass die Voraussetzungen für die „Erfolgsstory der Wellpappe“ vor allem die solide Entwicklung bei den Kunden und die anhaltende Konsumlaune der Verbraucher sind. „Auch in dieser Phase des Aufschwungs konnten Wellpappenverpackungen wieder unter Beweis stellen, dass sie aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit ein unverzichtbarer Partner für Industrie, Handel und Logistik sind“, so Würth weiter.

Preissteigerung zu niedrig, um eine „auskömmliche Erlössituation zu erreichen“

Doch jede Medaille hat zwei Seiten. Laut Würth sorgt die hohe Nachfrage nach Produkten aus Wellpappe aktuell für eine deutliche Verknappung des Rohpapiers, was wiederum zu starken Preisanstiegen geführt hätte. Demnach machten die Ausgaben für Rohstoffe 2017 ungefähr die Hälfte der Gesamtkosten aus. Beim Rohstoff Wellpappenrohpapier mussten sogar Preissteigerungen von bis zu 27 Prozent hingenommen werden. Diese Preissteigerung macht sich bei den VDW-Mitgliedern bemerkbar. Denn wie es bei Logistik Heute heißt, sind die Erträge 2017 hinter den Teuerungen stark zurückgeblieben. Der Erlös pro Quadratmeter Wellpappe stieg im Jahresverlauf nur um 1,2 Cent von 52,6 Cent (Januar 2017) auf  53,8 Cent (Dezember 2017). Durchschnittlich stieg der Preis pro Quadratmeter also nur um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verband gab an, dass der Preis eigentlich um 13,5 Prozent hätte steigen müssen, um eine „auskömmliche Erlössituation zu erreichen“.

Für 2018 sieht der Verband auch keine Entspannung. Die Preise für Rohstoffe werden weiter steigen. Schon in den ersten Wochen des neuen Jahres wurden die Verbands-Mitglieder mit „weiteren deutlichen Kostensteigerungen konfrontiert.“ Dennoch bleibt Dr. Steffen P. Würth optimistisch. Für 2018 geht er weiter von einer positiven Konjunkturentwicklung aus und prognostizierte einen Anstieg des Wellpappenabsatzes um 3,9 Prozent pro Arbeitstag.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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