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Mit der Reduktion des Lieferverkehrs will der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan seine Stadt lebenswerter machen. Der Plan sieht eine Verringerung der Lieferfahrzeuge um zehn Prozent bis 2026 vor.

London, Westminster Palace, Busse
© PHOTOCREO Michal Bednarek / Shutterstock.com

In London fahren zu viele Lieferfahrzeuge und die aktuellen Entwicklungen führen zu einem stetigen Anstieg. Das kann so nicht weitergehen, wenn es nach Bürgermeister Sadiq Kahn geht. In seinem „Mayor's Transport Strategy“ genannten Papier, das am heutigen Donnerstag der London Assembly, der Legislativbehörde der britischen Hauptstadt, vorgelegt wird, zeichnet Kahn daher eine Vision für ein lebenswerteres London. Konkret, so Internet Retailing, soll die Zahl von Lieferfahrzeugen – Lkw und Vans – auf Londoner Straßen bis 2026 um zehn Prozent reduziert werden. Für denkbar hält Kahn etwa die Wandlung der Oxford Street zur Fußgängerzone und die stärkere Nutzung von Schienen und Wasserstraßen.

Fokus auf Zusammenarbeit

Aktuell würden Lkw und Vans etwa ein Fünftel des Straßenverkehrs ausmachen, in den Stoßzeiten am Morgen sei es sogar ein Drittel. Und die Tendenz ist eher steigend, da unter anderem der Online-Handel und der Wunsch nach schnellen Lieferungen auf Kundenseite zu immer weiter steigenden Paketmengen führen. Zudem sei es problematisch, dass der Nachschub an Lkw-Fahrern fehle. Es kommen aktuell vier Vans auf einen Lkw. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die kleineren Lieferfahrzeuge mehr Touren fahren müssen und die Umwelt zusätzlich belasten.

Bürgermeister Khan fordert die Zusammenarbeit der Organisation Transport for London, die das Londoner Verkehrssystem koordiniert, der einzelnen Stadtteile, der Lieferindustrie, einzelner Unternehmen und anderer Teilnehmer der Supply Chain, kurz: Alle müssen mit anpacken, um London wieder lebenswerter zu machen. „Starke Partnerschaften und die enge Koordination mit der gesamten Lieferkette werden essentiell sein, um Londons Straßennetz effektiver zu nutzen“, heißt es im Report. Gerade auf der letzten Meile seien Kollaborationen zwischen Lieferpartnern und Händlern unabdingbar. Der Schlüssel, um das Projekt, dessen Idee auf breite Zustimmung trifft, erfolgreich anzugehen, liege laut Bobby Shome, Global Business Developtment Director von Centiro, „in der Technologie, die die Logistik treibt.“

/ Geschrieben von Christoph Pech


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