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Mit dem jährlich aktualisierten und an die Branchenveränderungen angepassten Branchenbericht „Transport und Logistik“ hat die Commerzbank AG eine aktuelle Marktanalyse vorgelegt und hält gute Nachrichten für die Branche bereit: Das Güterverkehrsaufkommen soll für 2014 um circa 2,5 Prozent zunehmen.
Container-Hafen
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Nach Angaben des Branchenberichts ist Deutschland weltweit betrachtet, nach den USA, China und Japan, der viertgrößte Anbieter. Der Grund für diese hervorragende Stellung liegt unter anderem an der zentralen Lage und der großen Bedeutung des Außenhandels. 2012 machte der deutsche Transportsektor ca. 4 Prozent da der Bruttowertschöpfung in Deutschland aus.

Transportgeschäft auf der Straße von kleinen Unternehmen dominiert

In der Transportbranche sind fast 90 Prozent der Unternehmen im Mittelstand angesiedelt und erwirtschafteten damit jeweils weniger als 2 Millionen Euro. Die Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz lassen sich auf 358 beziffern und haben 2011 rund 53 Prozent des gesamten Branchenumsatzes gemacht.

Für den Transport auf den Straßen zeichnen sich vor allem kleine Unternehmen zuständig. Dabei sind die Leistungen jedoch relativ leicht austauschbar und es ist kein großes Know-how erforderlich. Entsprechend niedrig sind die Eintrittsbarrieren und der Konzentrationsgrad recht hoch. Ein gegensätzliches Bild zeigt sich hingegen bei der Luft- und Seefracht, bei Stückgutverkehren, im Schienenverkehr und bei KEP. Da ist der Konzentrationsgrad sehr hoch. Gründe dafür sind unter anderem der hohe Kapitalbedarf, die internationale Ausrichtung und das Vorhandensein von Netzwerken.

Deutsche Logistikunternehmen für gute Qualität bekannt

In dem Branchenbericht der Commerzbank AG wird neben der Marktanalyse auch auf die Stärken und Schwächen der Branche hingewiesen. Als sehr vorteilhaft wird unter anderem die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften eingeschätzt. Auch die speziell auf die Wünsche der Kunden zugeschnittenen Dienstleistungen und die klaren Nischen- und Spezialisierungsstrategien werden als Stärke betrachtet. Als Schwächen werden hingegen der anhaltende Wettbewerbsdruck durch osteuropäische Konkurrenten und die teilweise niedrigen Eintrittsbarrieren bewertet. Ein zusätzliches Problem stellen auch qualitative und quantitative Engpässe in der Verkehrsinfrastruktur dar. Gegenüber Logistik-Heute bestätigt dies auch der Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums (DVF), Thomas Hailer. Er ist der Meinung, dass es eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung sei, in den Erhalt und in den Ausbau zu investieren.

Insgesamt kann die Logistikbranche mit den erzielten Umsätzen zufrieden sein. Der reale Umsatz steigt weltweit um ca. 3 Prozent. In Europa wird sogar ein Wachstum von 1,5 Prozent erreicht. In Deutschland könnte das Gütertransportaufkommen im Jahr 2014 nach Angaben des Berichts um 2,5 Prozent zunehmen.

Einen Auszug des Branchenberichts von der Commerzbank AG kann hier heruntergeladen werden.

/ Geschrieben von Julia Ptock


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