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Die Paketdienstleister sind von der steigenden Zahl an Paketen immer mehr gefordert. Um die Zustellung beim Empfänger sicherzustellen, bieten immer mehr Logistiker Wunschzeiten und Abendzustellung an – Amazon will nun offenbar einen anderen Weg gehen.

Amazon-Päckchen vor einer Tür
© pixinoo / Shutterstock.com

In der Logistik werden seit geraumer Zeit neue Services gestartet, um die Zustellung von Paketen beim Empfänger sicherzustellen. So bieten immer mehr Versanddienstleister die Wunschzustellung oder Abendzustellung an. Amazon scheint nun aber einen anderen Weg gehen zu wollen und soll sich CNBC zufolge mit Techniken beschäftigen, die Zustellern Zugang zur Wohnung eines Empfängers verschaffen soll, wenn dieser nicht anwesend ist.

Wie das US-Medium unter Berufung auf mit der Sache vertraute Insider berichtet, soll Amazon unter anderem mit dem Unternehmen Phrame in Kontakt stehen. Das Unternehmen entwickelt eine smarte Box, die um das Nummernschild eines Autos angebracht werden kann. In dieser Box könne der Empfänger seinen Autoschlüssel deponieren, sie per Smartphone öffnen und so den Paketboten Zugang zum Kofferraum für die Zustellung ermöglichen. Die Produkte von Phrame könnten den Insidern zufolge allen Prime-Kunden kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, damit sie die Kofferraum-Zustellung nutzen können.

Amazon will die Zustellung sicherstellen

Zudem soll Amazon an einem smarten Türschloss arbeiten, das für die Wohnung oder das Haus verwendet werden könne. Mit diesem Schloss sei es möglich, Zustellern einmaligen Zugang mit einem Code zu gewähren, damit sie das Paket im Haus deponieren können, wenn der Empfänger nicht anwesend ist. Damit will Amazon die Zustellung sicherstellen und dem Diebstahl von Paketen, die vor der Haustür abgelegt wurden, vorbeugen.

„Die Zustellung bei Abwesenheit ist von allen Last-Mile-Optionen die unbeliebteste, weil es das Paket allen möglichen Risiken aussetzt“, erklärt Natalie Berg, Analystin bei Planet Retail RNG. „Es geht dabei nicht nur um die finanziellen Kosten, sondern auch um den Effekt, den eine fehlerhafte Zustellung auf den Ruf der Marke und die Kundentreue hat. Nichts macht Kunden wütender als eine Zustellung zu verpassen.“

Amazon arbeitet verstärkt an neuen Methoden, um die Zustellung des Pakets sicherzustellen. So stellt das Unternehmen vermehrt eigene Paketstationen auf und hat mit dem Hub sogar schon einen Paketbriefkasten für Miethäuser entwickelt. In Deutschland hat das Unternehmen im Jahr 2015 ein Pilotprojekt gemeinsam mit Audi gestartet, um die Zustellung in den Kofferraum zu erproben.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


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