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Um die letzte Meile mit autonomen Fahrzeugen auszustatten, arbeiten bereits viele Zusteller-Firmen fieberhaft an Lösungen. Jetzt hat sich dem auch die US-Post angeschlossen und will bereits im kommenden Jahr teil-automatische Lieferfahrzeuge in den USA einsetzen.

United States Postal Service Truck
© pio3 / shutterstock.com

Die Vereinigten Staaten von Amerika gehören flächenmäßig zu den größten Ländern der Erde. Besonders in den ländlichen Gebieten müssen Zusteller oft weite Strecke zurücklegen, um entlegene Häuser zu erreichen. Auf diesen Routen will der United States Postal Service (USPS) in Zusammenarbeit mit der University of Michigan jetzt mit semi-autonomen Fahrzeugen die Effizienz steigern und einen Teil seiner 228.000 starken Flotte in selbstfahrende Lieferwagen umrüsten. Bereits im kommenden Jahr sollen die ersten getestet Lieferfahrzeuge werden und ab 2025 sogar alle der rund 28.000 Strecken in ländlichen Gebieten auf diese Weise beliefert werden.

Der Computer fährt, der Fahrer sortiert

Die Vision der US-Post besteht darin, dass der Zusteller zwar hinterm Steuer seines Fahrzeuges sitzt, allerdings der Computer das Fahren übernimmt. In der Zeit können die Arbeiter die Sendungen sortieren und damit die Effizienz steigern. Mit den semi-autonomen Autos sollen "kleine aber signifikante Zeitersparnisse" erreicht werden, wie es auf Wired heißt. Da die Fahrzeuge hauptsächlich auf weitläufigen Straßen ohne viel Verkehr oder Fußgänger unterwegs sind und der Zusteller in Notsituationen rasch eingreifen könnte, stellen diese Umstände weitaus weniger Herausforderungen an das teil-automatische Auto. Aus diesem Grund soll der erste Prototyp bereits in diesem Jahr getestet werden.

Ersparnisse für die US-Post

Mit den neuen Lieferwagen will die US-Post auf lange Sicht Geld einsparen. Wie das Unternehmen selber bestätigte, will man dies allerdings nicht durch Entlassungen von Mitarbeitern erreichen, sondern lediglich die Effektivität erhöhen und durch die autonomen Fahrzeuge die Strecken sicherer machen. Der Konzern hat im letzten Jahr rund 67 Millionen Dollar an Reparaturkosten aufgrund von Unfällen bezahlt. Diese Kosten sollen die selbstfahrenden Autos deutlich senken. Da die US-Post ihre Trucks täglich auf die gleiche Reise schickt, könnten diese außerdem mit entsprechenden Sensoren ausgestattet werden, die kontinuierlich eine aktuelle Karte der Straßen abbilden. Diese Daten benötigen selbstfahrende Autos zur Navigation. Der US-Konzern könnte die Daten dann auch an andere Firmen weiterverkaufen und den Einsatz von autonomen Fahrzeugen dadurch noch rentabler machen.

 

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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