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Mit einer neuartigen Narrowband-Internet-of-Things-Lösung (NB-IoT) will die DHL die Inbound-to-Manufacturing-Logistik (I2M) enorm beschleunigen. Ein Test läuft aktuell in China in Kooperation mit Huawei.

DHL SUpply Chain

© Deutsche Post DHL Group

DHL Supply Chain will die Inbound-to-Manufacturing-Logistik (I2M) beschleunigen. In I2M-Niederlassung – etwa Produktionswerke von Automobilherstellern – wären die Abläufe heutzutage häufig sehr ineffizient und zeitintensiv. Die Lösung soll eine Narrowband-Internet-of-Things-Anwendung (NB-IoT) sein, die nun in Liuzhou in China in Zusammenarbeit mit Huawei Technologies getestet wird. Da es sich dabei um eine Funktechnologie handelt, die die bestehende Netzinfrastruktur nutzt, sei der Investitionsbedarf vergleichsweise gering. Die Machbarkeitsstudie läuft noch bis Ende des Monats mit 100 DHL-Fahrern in einem Bereich mit 30 Laderampen.

Wartezeiten verkürzen, Anlieferungen optimieren

Konkret sollen mit der Anwendung die Anlieferungen an ein Werk mit vielen Laderampen optimiert werden. Durch viele verschiedene Bauteile ist der Lkw-Umschlag in solchen Anlagen sehr hoch. Anlieferungen an die falsche Laderampe können zu erheblichen Verzögerungen führen. Als Beispiel nennt die DHL etwa die Anlieferung von Reifen an den Anfang statt an das Ende der Fertigungsstraße. Für die effiziente Nutzung der Lagerung muss der Lkw-Verkehr optimal gesteuert werden.

Die Lösung von DHL und Huawei basiert nun auf NB-IoT-Chipsätzen mit integrierten Fahrzeugdetektoren, die öffentliche LTE-Basisstationen nutzen. DHL Supply Chain kann so überall Echtzeitdaten zur Verfügbarkeit der Laderampen erfassen. Der Fahrer meldet sich bei seiner Ankunft über eine App und bekommt eine Wartenummer und die Angabe der voraussichtlichen Wartezeit. Das Hofverwaltungssystem prüft die Verfügbarkeit der Laderampen und übermittelt regelmäßig Status-Updates. Wird eine Laderampe frei, kann der Lkw-Fahrer diese anfahren. Lkw können zudem priorisiert werden.

Die durchschnittlich 40-minütige Wartezeit der Fahrer soll sich durch die IoT-Lösung halbieren, das Risiko von Produktionsverzögerungen sinke erheblich. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollen in den kommenden Tagen und Wochen weitere Funktionen hinzugefügt werden, etwa eine automatische Kennzeichenerkennung und Geofencing.

Internet of Things wird wichtiger

IoT-Projekte stehen bei der DHL hoch im Kurs. Neben der aktuellen Machbarkeitsstudie in der Kontraktlogistik arbeitet man an der Einführung von IoT-Cockpits in intelligenten Lagern in Europa und entsprechenden Pilotprojekten in Asien. „Das Internet der Dinge könnte der globalen Logistikindustrie bis 2025 ein Plus von bis zu 1,77 Billionen Euro bringen. Dieses Potenzial wollen wir gemeinsam mit Huawei nutzen, indem wir mobile IoT-Technologien entwickeln, die eine Vielzahl von Geräten über große Entfernungen miteinander vernetzen können“, so  Dr. Markus Voss, Chief Information Officer & Chief Operating Officer, DHL Supply Chain.

 

/ Geschrieben von Christoph Pech


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