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Das Wichtigste aus der Logistik auf einen Blick: Die Produktion von EPAL Europaletten konnte um 10 Prozent gesteigert werden, DPD baut ein neues Depot in der Nähe von Augsburg, eine Studie empfiehlt die Anpassung der Paketzustellungs-Strategie je nach Stadtteiltyp, die Tochter der französischen Post liefert jetzt Lebensmittel und MAN hat seine neuen Elektro-Modelle vorgestellt.

EPAL Logo auf Europalette
© EPAL

10 Prozent Steigerung bei EPAL Europaletten-Produktion

Der Ladungsträger Europalette ist in der Logistik weiterhin stark nachgefragt. Entsprechend ist die Produktion von EPAL Europaletten in den ersten beiden Quartalen 2017 um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Weltweit wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 42,5 Millionen EPAL Europaletten produziert. Repariert wurden 13,7 Millionen Europaletten, was einem Plus von 11,5 Prozent entspricht. Martin Leibrandt, CEO der EPAL: „Ich hätte nie gedacht, dass EPAL das historische Ergebnis von 2015 noch toppen kann, aber das Vertrauen der Verwender von EPAL-Paletten ist ungebrochen und wächst unaufhaltsam. Darüber sind wir als EPAL sehr stolz und bedanken uns ganz herzlich bei den EPAL Europaletten Verwendern.“

DPD baut neues Depot für hohen zweistelligen Millionenbetrag

DPD baut im Gewerbepark Acht300 der Stadt Aichach und der Gemeinde Dasing ein weiteres Depot. Die Flächen zwischen Gallenbach (Stadt Aichach) und Laimering (Dasing) hatte DPD bereits Ende 2016 gekauft. Grund für das weitere Depot ist der stetig wachsende Online-Handel. Bis 2021 erwartet man jährlich mehr als vier Milliarden Pakete. Die Hallenfläche des neuen Depots, so schreibt die Augsburger Allgemeine, beträgt 10.500 Quadratmeter und soll spätestens Ende 2021 in Betrieb genommen werden. DPD investiert mit dem Bau einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Es sollen bis 280 neue Arbeitsplätze in der Region entstehen.

Studie: Paketzustellungs-Strategie abhängig vom Stadtteiltyp

Die Urbane Logistik steht vor einer Trendwende. Doch wie sieht die Zukunft genau aus? Eine Studie der Frankfurter University of Applied Sciences (UAS) gibt Handlungsempfehlungen für mögliche Belieferungsstrategien, die sich nach den Stadtteiltypen ausrichten. So empfehlen die Forscher für den Stadtteiltypen City und Mischgebiete eine zweistufige Distribution, bei der in der ersten Stufe Diesel- und Elektrofahrzeuge eingesetzt werden und in der zweiten Lastenfahrräder zum Einsatz kommen. Für die Stadtteilgebiete Wohnen, Gewerbe und Industrie gibt es andere Empfehlungen. Die Forscher empfehlen weiterhin eine Neustrukturierung der Fahrzeuge – Fächer statt Postleitzahlen-Gebiete – sowie eine tägliche Anpassung der Zustellgebiete aufgrund der tagesaktuellen Paketmenge. Für die Studie, so bei eurotransport.de zu lesen, wurden Daten von 40 Belieferungstouren bei vier KEP-Dienstleistern erhoben sowie Fahrer, Abteilungs- und Niederlassungsleiter befragt.

Lebensmittel: Französische Post Tochter liefert Frischware

Die Tochter der französischen La Poste, Chronofresh, startet mit der Lieferung von frischen und verderblichen Lebensmitteln im regelmäßigen Geschäftsbetrieb. Derzeit kommt der neue Service pro Tag auf drei- bis viertausend Auslieferungen, so die Verkehrsrundschau. Große Handelsketten wie Métro France versorgen über Chronofresh ihre kleinen und mittleren Abnehmer mit Nachschub. Der Jahresumsatz für 2017 wird von Chronofresh auf 17 bis 20 Millionen Euro geschätzt, bis 2019 will man rentabel sein. Die französische Post hat 24 Millionen Euro in die Einrichtung des KEP-Dienstes investiert.

MAN stellt seine neuen Elektro-Modelle vor

Der Lkw-Hersteller MAN hat die beiden neuen Elektro-Modelle eTGM und eTGS vorgestellt. Noch im September sollen die vollelektrisch angetriebene Lkw in die Kundenerprobung gehen. Die Lkw sind mit einem 350 kW starken und bis zu 3500 Nm leistenden E-Motor ausgerüstet. Zu den neun ausgewählten Vorserien-Kunden gehören nach Angabe von Verkehrsrundschau.de große Supermarktketten, Brauereien und Speditionen. Bereits Ende 2018 wird die erste Kleinserie auf den Markt kommen, die Serienproduktion ist für 2021 geplant. „Gemessen an den langen Produktzyklen im Nutzfahrzeugbereich und unseren hohen Qualitätsansprüchen ist das sehr ambitioniert. Eine intensive Testphase im realen Kundeneinsatz wird entscheidend dazu beitragen, dass unsere eTrucks die gleiche Zuverlässigkeit wie unsere herkömmlichen Fahrzeuge bieten“, sagt Felix Kybart, Leiter alternative Antriebe bei MAN Truck & Bus.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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