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Wie lässt sich die Effektivität in deutschen Logistiklagern mithilfe von mobilen Arbeitsstationen noch weiter optimieren? Darüber haben wir mit Marvin Gittel vom Gittel GmbH IT Systemhaus, Hersteller und Verkäufer mobiler Arbeitsstationen, gesprochen.

Logistiklager mit Scanner
Aunging/shutterstock.com

Welche Vorteile bringen mobile Arbeitsstationen in Logistik Lagern?

Marvin Gittel: Der größte Vorteil einer mobilen Arbeitsstation ist die Zeitersparnis, welche mit der Entlastung des Lagermitarbeiters einhergeht. Meistens ist der Ablauf vor der Anschaffung einer mobilen Arbeitsstation sehr ineffizient, da der Lagerarbeiter zum Drucken von Dokumenten im Lagerein- und –ausgang regelmäßig zu einem stationären Drucker laufen muss. Außerdem können damit direkt und überall alle gängigen Geräte eines Arbeitsplatzes eingesetzt werden.

Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich eine solche Station?

Nicht die Unternehmensgröße ist entscheidend, sondern vielmehr die Größe des Lagers. Umso größer das Lager, desto größer auch der Laufweg zum nächstgelegenen Drucker. Dadurch vergrößert sich sowohl die Belastung des Mitarbeiters, als auch der Zeitaufwand durch unnötige Laufwege.

Welche Stationen würden Sie speziell kleinen und mittelständischen Firmen empfehlen?

Wie bereits erwähnt, ist die Unternehmensgröße nicht wirklich relevant. Unsere Modelle richten sich technisch nach den Endgeräten, welche auf den Stationen eingesetzt werden sollen, sowie nach der geplanten Arbeitszeit. Hat der Kunde noch eine Auswahlmöglichkeit seitens seiner IT, empfehlen wir ihm, möglichst stromsparende Geräte einzusetzen, um kostengünstigere Stationen verwenden zu können.

Wie lassen sich Ihrer Meinung nach ganz allgemein die Arbeitsbedingungen von Angestellten in der Logistik/im Lager verbessern? In welchem Bereich gibt es hier noch Nachholbedarf?

Unserer Meinung nach sind die zwei essenziellen Belastungen von Logistik- bzw. Lagermitarbeitern einerseits die langen Laufwege, als auch das zu tragende Gewicht. Diese beiden Faktoren sind entscheidend, dass ein Mitarbeiter ohne Beschwerden im Lager arbeiten kann. In beiden Bereichen gilt: Umso weniger, desto besser. Unternehmen legen inzwischen deutlich mehr Wert auf die Entlastung von Lagermitarbeitern als früher. Davon profitiert immerhin sowohl die Gesundheit des Mitarbeiters, als auch das Unternehmen in Form von weniger Fehltagen. Trotzdem gibt es bei der Optimierung der Lagerprozesse sowohl in Bezug auf die Laufwege als auch in Bezug auf das zu tragende Gewicht noch Nachholbedarf. Die fehlenden Anschaffungen werden oft mit zu hohen Investitionskosten begründet. Wer in die Entscheidung die zu bezahlenden Fehltage durch Krankheit als auch die ersparte Zeit durch Laufwegoptimierung mit einbezieht, merkt allerdings schnell, dass sich die Investition in den allermeisten Fällen rentiert.

Wie effektiv sind die Prozesse in deutschen Logistiklagern heutzutage? Wo sehen Sie noch Potenzial und wie können die Unternehmen dies angehen?

Die Effektivität bzw. die Effizienz der Prozesse in deutschen Logistiklagern gehört sicherlich zur Weltspitze. Das bedeutet jedoch nicht, dass es keinen nennenswerten Nachholbedarf mehr gibt oder nur durch eine teure Vollautomatisation weitere Optimierungen vorgenommen werden können. Insbesondere die zeitintensiven und unproduktiven Laufwege, können durch unsere Arbeitsstationen einfach und kostengünstig deutlich verbessert werden. Dass die Nachfrage nach Prozessoptimierung in Deutschland zunimmt, sieht man an unseren steigenden Absatzzahlen für mobile Arbeitsstationen. So konnten wir zum Beispiel von 2017 auf 2018 unsere Absatzzahlen mehr als verdoppeln. Dadurch macht sich bemerkbar, dass die Unternehmen im Logistik- und Lagerbereich verstärkt auf mobile Lösungen setzen und damit erfolgreich arbeiten. Der Wettbewerbsdruck in der Logistikbranche ist hoch und kleine Vorteile in der Prozessoptimierung können im Endeffekt den entscheidenden Vorteil gegenüber der Konkurrenz darstellen.

Welche Lösungen bieten Sie konkret an und wie können diese die Lagerarbeiter unterstützen?

Wir bieten seit nunmehr über zehn Jahren mobile Arbeitsplätze mit eigener Stromversorgung für die Industrie- und Logistikbranche an. Über die Jahre ist unser Portfolio immer weiter angewachsen, wodurch wir nun nahezu sämtliche Anforderungen über die gewünschte Gesamtarbeitsdauer mobil betreiben können. Uns ist es möglich, jeden bereits vorhandenen Kundenarbeitsplatz mobil zu machen, unabhängig davon, welche Art von Geräten eingesetzt werden oder wie lange täglich gearbeitet werden soll. Konkret können wir mit der GMS Lite, GMS500 und GMS800, Stationen für den Einsatz von Etikettendruckern anbieten. Dabei erreichen diese mobilen Arbeitszeiten von sechs bis 24 Stunden am Stück, je nach Batterietechnologie und -kapazität. Selbstverständlich müssen Batterien zu einem bestimmten Zeitpunkt geladen werden.

Gittel GMS mobile Arbeitsstationen
© Gittel GmbH

Da unsere Stationen jedoch auch während des Ladevorgangs genutzt werden können, ist mit der GMS nicht nur ein theoretischer, sondern eben ein praktischer 24-Stunden-Betrieb möglich, sofern die Arbeitsweise des Kunden dies zulässt. Für den Einsatz von Laserdruckern sind die Modelle GMS1200 und GMS1600 vorgesehen, die in den Ausführungen für den Ein-, Zwei- bzw. Drei-Schicht-Betrieb und bis zu 1.500-2.000 Druckseiten erhältlich sind. Um zu gewährleisten, dass der Kunde die optimale Station für seine jeweilige Anforderung erhält, klären wir diese vor jedem Angebot in einem persönlichen Gespräch ab. Die Unterstützung der Lagerarbeiter erfolgt dabei immer auf dieselbe Weise: die GMS ermöglicht die Nutzung aller Arbeitsplatzgeräte am benötigten Einsatzort, eliminiert somit zeitintensive Laufwege und entlastet die Mitarbeiter. Dadurch kann die Bearbeitungsgeschwindigkeit in den jeweiligen Prozessen deutlich gesteigert werden.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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