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Die Gefahr von Paketbomben besteht weiter. Mittlerweile geht die Polizei aber davon aus, dass es sich im Erpressungs-Fall rund um die DHL um mehrere Täter handeln könnte. Weitere News aus der Logistik haben wir kurz und knapp für Sie zusammengefasst.

Paket vor Tür
© Monkey Business Images – shutterstock.com

Paketbomben: Polizei geht von mehreren Tätern aus

Neuigkeiten im Fall der Paketbomben-Erpressung bei der DHL. Wie die Berliner Morgenpost berichtet, gehen die 50 Ermittler der Sonderkommission „Quer“ über 220 Hinweisen nach und werten entsprechendes Video-Material aus ganz Deutschland aus. Zwar gibt es bisher keine heiße Spur, doch sind die Ermittler zu dem Schluss gekommen, dass es sich scheinbar um mehr als einen Täter handeln könnte. So sollen sich an den Sprengsätzen Spuren von mehreren Personen befunden haben. Dennoch halten sich alle Parteien mit Informationen zurück. Der Sprecher der Polizei Brandenburg, Torsten Herbst: „Wir wollen die Täter inhaftieren und nicht informieren.“

Bereits Anfang November wurde ein Sprengsatz an einen Händler in Frankfurt (Oder) versendet. Die zweite Bombe wurde am 01. Dezember an eine Apotheke in der Potsdamer Innenstadt versendet. Beide Pakete waren sprengfähig. Die Erpresser fordern von der DHL zehn Millionen Euro in Bitcoin. Seit den beiden Vorfällen wurden keine weiteren Paketbomben versendet, es gab in Deutschland jedoch zahlreiche Fehlalarme.

„StartupLog“: Forschungsprojekt soll Gründer unterstützen

Die Technische Universität München, Fraunhofer Venture, die Orcan Energy GmbH, die Magazino GmbH, die Creabis, die Vemcon GmbH sowie die Comsol Unternehmenslösungen AG haben es sich zum Ziel gemacht, durch das gemeinsame Forschungsprojekt „StartupLog“ die Entwicklung eines adaptiven Logistikkonzeptes für technologieorientierte StartUps voranzutreiben. Nach Angaben von logistik-heute.de sollen speziell Lösungsansätze entworfen werden, die die Logistik von Tech-StartUps unterstützt. Hintergrund des Forschungsprojektes ist die Tatsache, dass StartUps die Logistik gerade zu Beginn oft vernachlässigen und eher spontan auf auftretende Probleme reagieren. Das Forschungsprojekt „StartupLog“ will die Jungunternehmer mit dem Konzept bei der vorausschauenden Gestaltung einer mitwachsenden Logistik unterstützen.

Streckennetz für Lang-Lkw erweitert

Wie das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur mitgeteilt hat, wurde das Streckennetz für Lang-Lkw auf Wunsch der Länder erweitert. Bereits seit dem 29. Dezember 2017, nach in Kraft treten der 8. Änderungsverordnung zum Feldversuch Lang-Lkw, gilt diese Änderung. Seit dem neuen Jahr können Lang-Lkw im streckenbezogenen Dauerbetrieb auf Basis des bestehenden Positivnetzes fahren. Zu den wichtigsten Neuerungen der 8. Verordnung zählen unter anderem die erstmalige Anmeldung von Strecken in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Weiterhin darf der Lang-Lkw Typ 1 (verlängerter Sattelauflieger) auch in Sachsen-Anhalt flächendeckend fahren. Nordrhein-Westfalen hat zudem erstmals eigene Strecken für alle Lang-Lkw-Typen gemeldet. Die bestehende Befristung der Zulassung für den Lang-Lkw Typ 2 wurde ebenfalls aufgehoben. Nach Durchführung weiterer Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) kann nun auch dieser Fahrzeugtyp dauerhaft in Deutschland auf dem Positivnetz fahren.

Seat testet Kofferraum-Zustellung

Erneut wird die Zustellung in den Kofferraum getestet. Dieses Mal vom Automobil-Hersteller Seat und dem spanischen Mobilitäts-Spezialist Saba. Nutzer können sich durch eine App den Online-Einkauf direkt ins Auto liefern lassen. Allerdings muss das Auto dafür in einem Parkhaus von Saba geparkt sein. Zudem muss der Kunde seinen Schlüssel beim Saba-Mitarbeiter vor Ort abgeben. Dieser verantwortet dann die Lieferung in den richtigen Kofferraum. Laut Internet World, die sich auf eine dpa-Meldung bezieht, soll die Pilotphase sechs Monate dauern und wird in zwei Parkhäusern in Barcelona durchgeführt. Weitere Partner sind der Online-Supermarkt Deliberry und der Kurierdienst Glovo.

Mini-Hubs: Französische Staatspost optimiert letzte Meile

Nicht nur in Deutschland kommt die städtische Infrastruktur an ihre Grenzen. Um die letzte Meile im Großraum Paris effizienter zu gestalten, hat die französische Staatspost La Poste damit begonnen, in Paris „Mini-Hubs“ für Sendungsauslieferungen im Nahbereich einzurichten. Wie bei verkehrsrundschau.de zu lesen ist, sollen 80 solcher Vertriebszentren mit rund 100 qm entstehen. Der Umkreis, in dem die Pakete ausgeliefert werden, soll 600 Meter betragen. Durch Automaten und Boxen sollen Verbraucher aber auch außerhalb der Öffnungszeiten Pakete abholen können. La Poste stellt die neuen Hubs zudem auch dem Handel an sich zur Verfügung. Diese können dort Artikel deponieren, die Kunden nach Ladenschluss abholen können.

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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