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Heute im Logistik-Newsflash: Die DHL startet eine AR-App, Hermes baut in Köln, UPS stellt kräftig Personal ein, der Bund investiert ordentlich in Elektro-Lieferfahrzeuge und die Petya-Malware hat TNT Express 300 Millionen Dollar gekostet.

Packset App DHL

© Deutsche Post DHL Group

DHL: Packset-App mit AR

Die DHL integriert Augmented Reality in ihr Service-Angebot. Mit der neuen Packset-App lässt sich dank AR die richtige Paketgröße auswählen. Die App scannt zunächst eine passende Oberfläche und fügt ein virtuelles Packset ein. Der Kunde kann daraufhin den zu sendenden Gegenstand darin platzieren, ein Packset aus fünf Größen auswählen und direkt in der App eine Versandmarke hinzubuchen. Daraufhin wird man direkt zur passenden eFiliale der Deutschen Post weitergeleitet. DHL ist nach eigenen Angaben das erste Logistikunternehmen, das die AR-Technologie von iOS 11 nutzt. Vorerst ist die App nur für Apple-Geräte ab dem iPhone S6 und nur mit iOS 11 verfügbar.

Hermes: Logistikzentrum in Köln geplant

In einem Gewerbegebiet in Köln plant Hermes den Bau eines neuen Logistikzentrums. Die Bezirksvertretung Kalk hat die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens einstimmig beschlossen, so der Kölner Stadt-Anzeiger. Das Zentrum soll auf einer etwa 6,6 Hektar großen Fläche entstehen. Hermes will eine Halle mit 11.000 Quadratmetern errichten, ergänzt um Werkstätten, Büro- und Sozialräume. Entstehen sollen dort etwa 200 Arbeitsplätze und zusätzliche Ausbildungsplätze. Hermes will damit eine schnellere Zustellung im Kölner Gebiet realisieren.

UPS stellt 95.000 Saison-Kräfte ein

Das Weihnachtsgeschäft wirft seine Schatten voraus: In Vorbereitung auf das erhöhte Paketaufkommen zwischen November und Januar stellt UPS 95.000 Saison-Kräfte ein. Vornehmlich werden dabei Verpacker und Fahrer sowie Voll- und Teilzeit-Kräfte gesucht. Für UPS sei es auch eine Initiative um mittelfristig fest angestellte Kräfte einzustellen. „Unsere Saison-Jobs führen oft zu Festanstellungen und manchmal sogar zu Karrieren bei UPS“, so CEO David Abney. Abney selbst startete seine UPS-Karriere als Saison-Arbeiter, so Ecommercebytes. In den vergangenen 30 Jahren seien 35 Prozent der angeheuerten Saison-Kräfte zu festen UPS-Mitarbeitern geworden.

Bund fördert Elektro-Lieferfahrzeuge

Das Bundesumweltministerium weitet die Förderung emissionsfreier Elektro-Lieferfahrzeuge aus. Das Programm „CO2-freie Zustellung“ wird um 7,7 Millionen Euro auf 17 Millionen Euro aufgestockt, so Ecomento. Das freut vor allem die DHL, die im Rahmen des Programms bei der Inbetriebnahme von 1.100 zusätzlichen Fahrzeugen gefördert wird. „Das Beispiel der Deutschen Post wird Schule machen und die Verkehrswende in der Logistikbranche vorantreiben“, sagt Bundes-Umweltministerin Barbara Hendricks. (SPD). Auch andere Unternehmen können Anträge auf Fördermittel stellen, dies sei bislang allerdings nicht passiert. Die Deutsche Post setzt mittlerweile deutschlandweit 3.400 Streetscooter ein.

Petya-Ransomware: TNT Express verliert 300 Millionen Dollar

TNT Express, Tochterunternehmen von FedEx wurde von der Ransomware Petya/NotPetya im Sommer besonders schwer getroffen. Durch den Angriff hat das Unternehmen laut ZDNet etwa 300 Millionen Dollar verloren. Die Folgekosten könnten künftig sogar noch steigen. Alan Graf, CFO von FedEx, kommentiert: „Die Auswirkungen des Cyberangriffs auf TNT Express und die geringer als erwartet ausgefallenen Ergebnisse von FedEx Ground haben unseren Gewinn im ersten Quartal reduziert“. Betroffen waren weite Teile der IT-Systeme von TNT Express. Mehrere Wochen lang konnten Kunden die Sendungsverfolgung etwa nur eingeschränkt nutzen. Auch die Abholung und Lieferung von Sendungen waren betroffen.

/ Geschrieben von Christoph Pech


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