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Gesuchte Kriminelle sollen es in Zukunft schwere haben. Dafür sorgt jetzt eine Partnerschaft zwischen der Polizei, Raststätten-Mitarbeitern und Lkw- sowie Taxifahrern, die in NRW gegründet wurde.

Polizeiauto
© VanderWolf Images / shutterstock.com

Fern- und Taxifahrer als Aushilfspolizisten: Dieses Szenario soll jetzt bei der Ergreifung von Kriminellen helfen. In Nordrhein-Westfalen wurde für diese Zwecke jetzt die sogenannte Sicherheitspartnerschaft gegründet –ein Bündnis aus Polizei, Logistik- und Taxiverbände sowie einem Raststätten-Unternehmen. Die Fahrer und Mitarbeiter sollen in Zukunft wachsamer sein, um die Polizei bei der Fahndung gesuchter Krimineller zu helfen. „Es geht darum, die Unterstützung der Polizei durch Private gemeinsam neu zu denken”, erklärt NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) in der Verkehrsrundschau.

Zusammen mit der Polizei NRW setzt sich die Partnerschaft aus der Autobahn Tank und Rast GmbH, dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL), dem Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen (VSL NRW), der Fachvereinigung Personenverkehr Norrhein Taxi-Mietwagen, dem Taxi-Verband NRW und dem Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen (VSPV) zusammen.

Beobachtung rund um die Uhr

Reul betont, dass die Kooperation vor allem dafür dienen soll, „Straßen, Tankstellen und Raststätten rund um die Uhr” zu beobachten und Fahrer zu sensibilisieren, bei verdächtigem Verhalten sofort die Polizei zu informieren. „Und unsere Leute kommen weit rum, sie sehen viel und können helfen.” Pro Jahr muss die Branche einen Verlust von rund einer Milliarde Güterschäden beklagen, davon gehen rund ein Viertel in Nordrhein-Westfalen flöten. „Dass wir besser aufeinander aufpassen, ist aus unserer Sicht ein guter Schritt in die richtige Richtung”, so Horst Kottmeyer, erster Vorsitzender des VVWL in Nordrhein-Westfalen.

„Wir brauchen keine Hilfssheriffs”

Auch der Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen sieht die Partnerschaft als positiv an: „Unsere Fahrer sind jeden Tag unterwegs und das rund um die Uhr. Sie sehen viel und können somit der Polizei bei Ihrer hoheitlichen Aufgabe der Kriminalitätsbekämpfung helfen”, heißt es vom Vorsitzenden Wolfgang Stomps. Einzige Kritik kommt von der Polizeigewerkschaft GdP. Sie sehen die Sicherheitspartnerschaft als puren Aktionismus und betonen, dass NRW keine Hilfssheriffs benötigt,  „sondern mehr richtige Polizisten auf der Straße”, so Nordrhein-Westfalens Landesvorsitzender Arnold Plickert.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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