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Das bereits begonnene Weihnachtsgeschäft beschäftigt die KEP-Branche. DPD-CEO Boris Winkelmann spricht über die Herausforderungen in diesem Jahr. Außerdem mit im Newsflash: UPS startet Spendenaktion, Daimler schließt Test zu Drohnenlieferung ab, KEP-Dienstleister im Service-Test und Amazon mit Lieferproblemen.  

UPS Weihnachtstruck
© UPS

DPD-CEO Boris Winkelmann über steigende Preise und Amazon

In einem Interview schätzt DPD-CEO Boris Winkelmann die aktuelle Situation der KEP-Dienstleister ein. Gerade mit Blick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft und dem Paketkollaps, von dem alle reden, zeigt er sich zuversichtlich und erklärt gegenüber der Internetworld: „Alle Paketdienstleister bereiten sich ja entsprechend vor.“ Dennoch weiß er, dass die Herausforderungen immer größer werden. Erst vor Kurzem forderte der DPD-Chef mehr Mitarbeit der Städte und Kommunen, doch die Reaktionen darauf sind bisher verhalten. Zudem räumt Winkelmann ein, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass mit Ausschöpfung der Kapazitäten es nicht ausbleiben wird, dass „die Preise steigen müssen“ und die Haustürzustellung vielleicht in fünf bis sechs Jahren „nicht mehr selbstverständlich erste Wahl“ ist und die Abholung des Paketes im Paketshop zur Standardlösung wird – „Das ist in Skandinavien oder auch in Paris längst gelernter Standard.“ Zum Ende des Gesprächs deutet Winkelmann zudem auch noch an, dass die Pakete von Amazon durchaus bevorzugt behandelt werden. „Die Pakete stehen in einem besonderen Fokus“, erklärt er. Er weist jedoch darauf hin, dass daran allerdings nichts Ungewöhnliches ist. „Bei den Top 10 Kunden ist es nicht ungewöhnlich, dass wir mit großen Kunden ein bestimmtes Servicelevel verbindlich vereinbaren - egal ob sie Metro, Adidas, Würth oder Amazon heißen.“

UPS sammelt Spielzeugspenden für Kinder zu Weihnachten

UPS macht Wünsche wahr. Bereits seit 2009 sammelt UPS deutschlandweit Spielzeugspenden für lokale Hilfsorganisationen. Ab dem 02. Dezember, und auch an jedem weiteren Samstag bis Weihnachten, können Spenden an UPS überreicht werden. Während der Christmas-Truck, erkennbar an der großen, roten Weihnachtsmütze auf dem Dach, in ausgewählten Innenstädten einen Standplatz hat, nehmen auch UPS-Paketzusteller in vielen Städten Spenden während ihrer regulären Arbeitsroute entgegen. Nach Angaben von mm-logistik.vogel.de können Spenden aber auch bei teilnehmenden UPS-Centern oder in der Deutschlandzentrale abgegeben werden. „Wir wollen aktiv werden, um das Leben von Kindern zu bereichern“, so Deutschland-Chef Frank Sportolari. „Bei UPS ist es uns wichtig, etwas für die Gemeinschaften vor Ort zu tun. Mit dem UPS-Christmas-Truck wollen wir Kindern eine Freude machen, die weniger haben.“ Wo der Truck überall unterwegs ist, kann auf der UPS Facebook-Fansite nachgelesen werden. 

Daimler beendet Drohnen-Projekt und ist sehr zufrieden

Daimler hat sein Pilotprojekt zur Erprobung der On-Demand-Lieferung von E-Commerce-Bestellungen via Drohne abgeschlossen. Der Test der Lösung aus Transporter und Drohne ging über gute drei Wochen und wurde in urbanem Gebiet durchgeführt. Insgesamt konnten an zehn Tagen rund 100 Flüge ohne jegliche Zwischenfälle über dem Stadtgebiet von Zürich durchgeführt werden, erklärt Mercedes Benz in seiner Unternehmensmeldung. Bei dem Test wurden zwei Drohnen und zwei Mercedes-Benz Vito mit integrierter Landeplattform eingesetzt. „Wir sind mit dem Ergebnis des Piloten in der Schweiz hoch zufrieden. Es ging uns darum, die Technologie und das Konzept im realen Umfeld zu erproben und zu sehen, an welchen Stellen noch Optimierungsbedarf besteht. Wir wollten zudem wissen, wie die Menschen auf diese neue Art des Transports reagieren“, so Stefan Maurer, Leiter Future Transportation bei Mercedes-Benz Vans.

Deutsches Institut für Service-Qualität testet KEP-Dienstleister

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat die hiesigen KEP-Dienstleister genauer unter die Lupe genommen. Wie n-tv.de berichtet, kommen die Paketdienste jedoch nicht über ein befriedigendes Gesamturteil hinaus. Unter anderem liegt das an der Handhabung der Pakete. Ein in den Testpaketen befindlicher Stoßindikator belegt, dass über ein Viertel der Pakete während des Transports zu rabiat behandelt wird; in einigen Fällen sind die Sendungen außen verschmutzt oder gar beschädigt. Gewinner des Service-Tests ist die DHL mit Qualitätsurteil „gut“, gefolgt von GLS und DPD, die ebenfalls mit „gut“ bewertet wurden. Die Otto-Tochter Hermes schnitt mit dem Urteil „befriedigend“ ab. Auf dem letzten Platz mit dem Attribut „ausreichend“ landete UPS.

Amazon mit Lieferproblemen

Amazon hat in der „Cyber Week“ mit 55.000 Blitzangeboten und Angeboten des Tages die Kunden sehr glücklich gemacht, doch scheinbar droht für viele Kunden jetzt ein böses Erwachen. Nach Angaben von chip.de können Produkte wohl teilweise erst an oder nach Nikolaus ausgeliefert werden. Auf Nachfrage von chip.de bei Amazon heißt es, dass aufgrund des aktuell hohen Bestellvolumens „es vorübergehend zu längeren Lieferzeiten als gewöhnlich kommen“ kann. Amazon scheint seine eigene Logistik nicht im Griff zu haben. Die aktuell problematische Lage bei den KEP-Dienstleistern tut ihr Übriges dazu.

/ Geschrieben von Julia Ptock


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