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Droht der weihnachtliche Ausnahmezustand in der Logistik? Im nördlichen Raum haben nun die Paketzusteller gestreikt. Das Resultat: Jede Menge Pakete sind liegen geblieben.

Streik: Fäuste zum Himmel gestreckt
© oatawa – shutterstock.com

Für Verdi gibt es wohl keinen besseren Zeitpunkt, den Druck auf die großen Logistiker zu erhöhen, als die Weihnachtszeit. Dies zeigt sich auch an den aktuellen Ereignissen. Die Gewerkschaft hatte Paketzusteller von DHL am vergangenen Wochenende im Norden zum Streik aufgefordert. Dem Ruf folgten nach Angaben des Hamburger Abendblattes 50 Zusteller von DHL Delivery.

Das Resultat folgte auf den Fuß: Im Raum Bremen und Bremerhaven seien aus diesem Grund am Sonnabend rund 15.000 Pakete liegen geblieben.

Logistik: Neue Verhandlungsrunde startet in Kürze

Dem Streik vorausgegangen war die dritte Verhandlungsrunde zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen, in der sich die beiden Parteien nicht einigen konnten. Die Forderungen der Gewerkschaft sehen unter anderem eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent vor. Die Streiks sollen wie gewohnt den Forderungen aus den Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen.

Die nächste Möglichkeit der Einigung steht am 30. November 2017 an – für diesen Tag ist der nächste Verhandlungstermin angesetzt. Nach Angaben des Hamburger Abendblattes sei bis dahin mit Verweis auf die Aussagen eines Verdi-Sprechers „mit weiteren Warnstreiks in Niedersachsen zu rechnen“.

Auch in anderen Regionen machten Mitarbeiter in der Logistik ihrer Unzufriedenheit jüngst Luft und traten in den Ausstand: Wie wir bereits hier berichteten, hatten in der vergangenen Woche rund 500 Beschäftigte im hessischen Fulda für bessere Löhne gestreikt.

/ Geschrieben von Tina Plewinski


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