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Im heutigen Logistik-Newsflash gibt es Neuigkeiten von Hermes, dem Logistik Netzwerk Thüringen, UPS, dem Bundesverband Paket und Expresslogistik und DPD.

Hermes Zentrum
© Hermes

Hermes: Zweites Logistikzentrum im Saalekreis

Gute Erfahrungen im bereits existierenden Logistikzentrum haben Hermes jetzt dazu bewegt, ein zweites Lager in Sachsen-Anhalt zu bauen. Der Logistiker wird ein 30.000 Quadratmeter großes Verteilzentrum in Kabelsketal (Saalekreis) errichten und dieses bereits Anfang 2019 in Betrieb nehmen. Insgesamt sollen damit rund 150 Arbeitsplätze, hauptsächlich für Geringqualifizierte, entstehen. Das neue Logistikzentrum soll künftig zwischen 70 und 100 Millionen Pakete pro Jahr umschlagen und Kunden in ganz Mitteldeutschland beliefern. Die Kosten von rund 44,1 Millionen Euro sollen zu einem Teil vom Land Sachsen-Anhalt übernommen werden. Rund 5,94 Millionen Euro will man dem Projekt zusteuern. Dies sei „ein überzeugendes Signal für die gesamte Region. Sachsen-Anhalt kann Logistik“, wird Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann in der Verkehrsrundschau zitiert.

Logistik Netzwerk Thüringen blickt in die Zukunft

Das Logistik Netzwerk Thüringen, eine Kooperationsgemeinschaft aus insgesamt 48 Speditionen, Verladern und Kontraktlogistikern, will sich für die Zukunft rüsten. Mit der neuen Strategie 2020 wollen sich die Mitglieder künftig stärker unterstützen. Im Zentrum der neuen Strategie steht unter anderem die stärkere Qualifizierung von Logistikern. Dafür will man mit Berufs- und Berufsfachschulen zusammenarbeiten, damit Arbeitnehmer an entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen können. Auch die Förderung von Jungunternehmen und StartUps ist ein Schwerpunkt des neuen Programms.

„Wir wollen mit unserer Strategie 2020 die Weichen für eine intensivere Unterstützung der Logistikunternehmen in Thüringen stellen. Mit den Schwerpunkten Kooperation, Qualifikation und StartUps sollen sowohl unsere bestehenden Mitglieder gestärkt als auch neue Unternehmen von den Vorteilen des Netzwerkens überzeugt werden“, so Joachim Werner, Vorstandsvorsitzender im Logistik Netzwerk Thüringen, in der Verkehrsrundschau.

Frankfurt: UPS ersetzt Dieselfahrzeuge

UPS zeigt sich nachhaltig und will künftig mit einem neuen Lieferkonzept in der Frankfurter Innenstadt die letzte Meile grüner machen. Ab sofort werden von einem Mikrodepot aus die Zustellungen mithilfe von elektrischen Lastenfahrrädern und zu Fuß übernommen. Damit will man pro Tag zwei Dieselfahrzeuge einsparen. „Bei UPS ist Nachhaltigkeit ein grundlegender Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit. Wir achten auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Faktoren. Unsere innerstädtischen Lieferlösungen passen perfekt in diese Vision“, betont Rainer Kiehl, Projektleiter bei UPS Deutschland, in einer Mitteilung des Unternehmens. „Das Ersetzen von Diesel-Zustellfahrzeugen durch Elektrofahrräder trägt dazu bei, Feinstaub und Stickstoffdioxid zu reduzieren sowie die Lärmbelästigung und Staus in belebten Innenstädten zu verringern.“

Zusammen mit der Stadt Frankfurt, der IHK Frankfurt und dem House of Logistics & Mobility (HOLM) will man das neue Projekt in den kommenden zwei Jahren testen.

BIEK: Bündelung der Paketzustellung ist problematisch

Vor wenigen Tagen hat sich Post-Chef Frank Appel zum steigenden Paketaufkommen, speziell in der Weihnachtszeit, geäußert und verlangt, dass sich künftig nur noch ein Anbieter pro Stadt um die Zustellung kümmern sollte. Diesen Vorschlag sieht der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) als äußerst kritisch an. Hauptargument ist, dass sich dadurch die logistische Effizienz nicht steigern lässt. „Gerade die KEP-Branche ist aufgrund der sehr fortgeschrittenen Prozessoptimierung kein geeignetes Feld für solche Konsolidierungsversuche. In der Gesamtbilanz würden weder Hintergrundverkehre und der zusätzliche Umschlag zu Umweltvorteilen führen, noch würde sich auf ein Stadtgebiet bezogen die Anzahl der Fahrzeuge verringern. Sollte dieser Vorstoß einmal Realität werden, ist zudem mit hohen Qualitätseinbußen für die Paketempfänger zu rechnen“, so BIEK-Vorsitzender Florian Gerster in einer Pressemeldung.

DPD-Fahrer entführt unwissentlich Katze

Wo ist Kater Jimmy? Vergangene Woche wurde ein DPD-Fahrer in der Schweiz aus Versehen zum Entführer. Wie das Portal Nau.ch berichtet, stieg der Kater in den Lieferwagen des Paketdienstes und fuhr bis zum Lager als blinder Passagier mit. Dort angekommen entwischte er, als die Tür des Wagens geöffnet wurde. Inzwischen suchen die Besitzer verzweifelt nach ihrem Haustier, haben Flyer aufgehängt und eine Suchaktion auf Facebook gestartet. Bleibt zu hoffen, dass der Vierbeiner nach seiner ungewollten Paketfahrt wohlbehalten nach Hause zurückkommt.

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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