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Die Kurznews aus der Logistik haben wir in unserem Logistik-Newsflash für Sie zusammengefasst. Unter anderem geht es um die DPD, den neuen Drohnenführerschein, Amazon neues Logistikzentrum in Dortmund, die Kofferraum-Zustellung der DHL und um den neusten Logistikimmobilien-Seismograph.

Drohnenpilot bei Sonnenuntergang
© Dmitry Kalinovsky – shutterstock.de

Verzögerung der Paketzustellung bei DPD

In Berlin kommt es bei DPD aktuell zu Verzögerungen bei der Paketzustellung. Nach Angaben der Berliner Morgenpost erklärte DPD auf Anfrage der dpa, dass die Ursache für die Verzögerung eine Neuordnung der Bezirke sei: „Dieser Umstellungsprozess konnte kurzfristig dazu führen, dass einzelne Pakete nicht in der gewohnten Laufzeit ankamen.“ Die Probleme sollen jedoch bis Ende dieser Woche behoben sein. Auf der Facebook-Seite des Unternehmens hatten sich Kunden über tagelange Verzögerungen bei der Paketzustellung beschwert.

Drohnenführerschein in Deutschland eingeführt

Seit dem 1. Oktober gibt es eine Führerscheinpflicht für Drohnenpiloten. Die Verordnung erklärt, dass alle Personen, die eine Drohne oder ein Modellflugzeug mit mehr als zwei Kilogramm Gewicht starten lassen wollen, einen Führerschein bzw. einen Kenntnisnachweis benötigt. Wie die Internetworld berichtet, muss man dafür mindestens 16 Jahre alt sein. Als Ausnahmen gelten eine Pilotenlizenz sowie eine Bescheinigung über eine Einweisung in einem Luftsportverband. Diese gilt jedoch nicht für Drohnen, kann dafür aber bereits ab 14 Jahren erhalten werden.

Der Drohnenführerschein wurde aufgrund der Sicherheitsbedenken eingeführt. Allein bis Ende August 2017 kam es im Umfeld großer Flughäfen zu 60 Zwischenfällen mit Drohnen. Im gesamten Vorjahr gab es nach Zahlen der Deutschen Flugsicherung 64 Vorfälle, 2015 waren es erst 14. Was der Drohnenführerschein noch alles mit sich bringt und welche Vorschriften für Drohnenpiloten gelten, hat die Internetworld hier zusammengefasst.

Amazon eröffnet Logistikzentrum in Dortmund

Amazon eröffnet in Dortmund sein neustes Logistikzentrum noch rechtzeitig zur Weihnachtssaison am 16. Oktober. Bis Jahresende will man 1.500 Menschen beschäftigen, vielleicht auch mehr. Für die Stadt Dortmund ist die Ansiedlung von Amazon ein Glücksfall, da, so berichtet die Westfalenpost, Arbeitsagentur und Jobcenter darauf hofften, viele Arbeitslose bei Amazon unterzubekommen. Tatsächlich haben sich bei Amazon 7.000 Menschen online auf Jobs in Dortmund beworben, rund 3.000 Leute kamen seit Mitte September zum Casting. Das Einstiegsgehalt liegt bei 10,79 Euro im ersten Jahr. Allerdings gelten alle Verträge der Lagermitarbeiter zunächst nur bis Ende des Jahres. Nach dem Weihnachtsgeschäft werden mögliche Verlängerungen geprüft.  

Amazon hatte in das neue Logistikzentrum mit der internen Bezeichnung „DTM2“, was für den nächstgelegenen internationalen Flughafen, in diesem Fall in Dortmund, steht, 27 Millionen Euro investiert. Es liegt im Logistik-Park Westfalenhütte, rund 20 km vom Logistikstandort Werne entfernt.

DHL, Volkswagen und Outfittery testen Kofferraum-Zustellung

Zusammen mit der DHL und Volkswagen testet der Online-Händler Outfittery im Zuge des „We Deliver“-Projekts die Lieferung in den Kofferraum. Bei der Bestellung der Outfittery-Box muss dann die persönliche Car-ID in die Zusatz-Adresszeile eingegeben werden, so schreibt OnlinehändlerNews. Am Zustellungstag liefert der Paketbote die Bestellung mithilfe von GPS-Technologie und einem einmaligen Zugangscode ins Auto, das an einem öffentlich zugänglichen Ort abgestellt wurde. Der Kunde kann den Status der Zustellung zu jedem Zeitpunkt online beobachten und zusätzlich Retouren beziehungsweise frankierte Pakete in den Kofferraum legen, die der Paketbote dann auch direkt mitnimmt. Für die DHL ist es nicht die erste Kooperation in puncto Kofferraum-Lieferung. Bereits im März lief in Berlin ein Test in Kooperation mit Smart.

Logistikimmobilien: Q3 entstanden 725.000 Quadratmeter

Der neue Logistikimmobilien-Seismograph, herausgegeben von der Logivest GmbH, für das dritte Quartal 2017 ist erschienen. Insgesamt wurden in den letzten drei Monaten mehr als 725.000 Quadratmeter neu gebaute Fläche verzeichnet. Damit bewegt sich Q3 im Jahresverlauf auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau. Spitzenreiter bei den Neubauten sind der Handel (39 Prozent) und die Logistikdienstleister (40 Prozent). Im direkten Jahresvergleich mit 35 Prozent in 2016 besitzt jedoch der Handel gegenwärtig einen überproportional hohen Anteil. Die meisten Quadratmeter entstanden in der Region Östliches Ruhrgebiet. Die bisherigen Top-Regionen Niederrhein und Rhein-Neckar zeigen im Vorjahresvergleich hingegen eine eher durchschnittliche Entwicklung. Die Schlussgruppe mit jeweils weniger als 50.000 Quadratmeter bilden aktuell München, Bremen, Leipzig/Halle und die Regionen Würzburg/Schweinfurt, Saarland, Magdeburg, Koblenz, Nürnberg und Donau.

Neu errichtete Immobilienflaechen in den Top Logistikregionen - Q3 2017 - Logivest
© Logivest
/ Geschrieben von Julia Ptock


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