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Gibt es in der Logistik besonders viele Kartellabsprachen? Eine Analyse ist dieser Frage nachgegangen. Was außerdem wichtig war, lesen Sie im neuen Logistik-Newsflash.

Container, Hafen mit Schiff, Globus in der Mitte
© KAMONRAT – shutterstock.com

Logistikwort des Jahres ist „Fahrermangel“

„Fahrermangel“ – das ist das Logistikwort des Jahres 2017. Oder vielleicht eher Unwort des Jahres? Gewählt wurde das Wort durch eine Leserbefragung der Verkehrsrundschau. Wie AEB berichtet, landete der Begriff „Fahrermangel“ mit 28.48 Prozent der Stimmen auf Platz eins. Der zweite Platz ging mit 13,29 Prozent der Stimmen an den Begriff „Digitalisierung”. Das Wort „Paketinfarkt” landete mit 6,96 Prozent der Stimmen auf Platz drei. Nach Aufruf durch die Verkehrsrundschau, maßgebliche Logistik-Begriffe einzureichen, gab es mehr als 100 Vorschläge. Eine Vorauswahl von 15 Wörtern wurde getroffen und zur Abstimmung freigegeben. Zur Wahl standen auch Begriffe wie Rettungsgasse, Laderaumknappheit und Rheintalstrecke.

Ist die Logistik besonders anfällig für Kartellabsprachen?

Kartellabsprachen in der Logistik scheinen öfter vorzukommen als in anderen Wirtschaftszweigen. Auch wenn es sich dabei um eine gefühlte Wahrheit handelt, scheint es tatsächlich öfter zu Problemen zu kommen. Bei mm-logistik.vogel.de wurde das Thema nun genauer unter die Lupe genommen. Nach Ansicht der Autoren führen vor allem der harte Preiskampf, steigende Anforderungen und Kundenversprechen wie „just in time“ zu den unlauteren Maßnahmen. Doch nichts bleibt ewig unbemerkt: „Was vielfach über lange Jahre gut ging, holt etliche Beteiligte jetzt ein. Während die Bußgelder für andere Fehltritte vergleichsweise moderat erscheinen, drohen bei kartellrechtlichen Vergehen Zahlungen von bis zu 10 Prozent des Konzernumsatzes. Im schlimmsten Fall setzen Unternehmen also ihre eigene Existenz aufs Spiel“, heißt es.

Michael Harrell neuer Leiter Freight Forwarding für UPS Europa

UPS hat einen neuen President Freight Forwarding für UPS Europa: Michael Harrell. Laut Unternehmensmeldung (per Mail) wird er für die Strategie, die Ergebnisse und das Wachstum im Bereich Freight Forwarding des Unternehmens in ganz Europa verantwortlich sein. Der Frachtbereich umfasst den Verkauf und den Betrieb von Luftfracht-, Seefracht- und spezialisierten Transportdienstleistungen, die durch modernste Technologielösungen für Kunden ermöglicht werden. „Mike hat die globale Perspektive und Branchenerfahrung, die es braucht, um unser Frachtgeschäft zu leiten“, sagte Nando Cesarone, President UPS Europe. „Er weist eine Erfolgsbilanz in Führungspositionen auf und ein tiefgreifendes Verständnis des UPS Geschäfts. Damit kann er unseren Kunden helfen, ihr Geschäft auszubauen und ihre Produkte neuen Kunden in neuen Märkten anzubieten.“

Alibaba plant Fulfillmentzentrum in Frankreich

Alibaba will seine Position in Deutschland weiter ausbauen und will nach Angaben von tamebay.com in naher Zukunft ein eigenes Fulfillmentzentrum in Frankreich eröffnen. Mit der Eröffnung will das Unternehmen auch den Verkauf von französischen Produkten über den eigenen Marktplatz erhöhen. Aktuell soll der chinesische Riese auf der Suche nach einem Standort und entsprechenden Fulfillment-Partnern sein. Alibaba Chef Jack Ma erklärte, dass er den Deal in Kürze abschließen wird. Er kommentierte: „Ich werde sehr bald nach Frankreich gehen, um ein Memorandum of Understanding für eine Alibaba-Partnerschaft zu unterzeichnen, einschließlich Logistik, Zahlungslösungen und E-Commerce.“ Dass Alibaba sich in Frankreich verstärken will, kommt nicht von ungefähr. Auf der Online-Plattform handeln aktuell 1.700 französische Händler. Deren durchschnittliches Wachstum soll bei 53 Prozent liegen.

LogiMAT warnt vor EXPO-GUIDE & INT. FAIRS DIRECTORY

Die Veranstaltungssaison geht wieder los und in wenigen Wochen findet in Stuttgart die LogiMAT statt. Nun warnt die Messe jedoch vor Schreiben von der Firma EXPO-GUIDE aus Mexiko. In diesen Briefen werden (ehemalige) LogiMAT-Aussteller dazu aufgefordert, ihre Adresse zu aktualisieren. Die Veranstalter der LogiMAT distanzieren sich von der Aktion und weisen darauf hin, dass es sich bei den per Post versendeten Bestellformularen für Katalogeinträge um eine kostenpflichtige Angelegenheit handelt. „Aussteller, die dieser Aufforderung nachkommen, schließen einen 3-Jahresvertrag über die Veröffentlichung ihrer Firmendaten ab, wodurch jährliche Kosten in Höhe von 1.271 EUR verursacht werden“, heißt es auf der Messeseite. Weiterhin weist die LogiMAT auf Anschreiben mit dem Betreff DATA REPORT 2015/2016 für das International Fairs Directory hin. Auch dies steht in keinem Zusammenhang mit der LogiMAT! Die Firma MULPOR Company S.A. agiert aus Uruguay. 

 

/ Geschrieben von Julia Ptock


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