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Hapag-Lloyd bittet seine Aktionäre zur Kasse. Mit dem Verkauf neuer Aktionen soll ein Teil des Schuldenberges getilgt werden.

Hapag-Lloyd Container
© Hieronymus Ukkel / shutterstock.com

Deutschland größte Container-Reederei, Hapag-Lloyd, hat aktuell mit einem Schuldenberg zu kämpfen. Um diesen langsam zu tilgen, soll ab Montag eine Kapitalerhöhung helfen. Wie das Unternehmen selber mitteilte, haben ab kommendem Montag die Anteilseigner die Möglichkeit, für jeweils 14 alte Aktien eine weitere zu kaufen, und das für 30 Euro. Aktionäre, die sich darin nicht daran beteiligen, müssen mit einer Verwässerung ihrer Beteiligung sich um sieben Prozent rechnen. Insgesamt will die Hapag-Lloyd 11,7 Millionen Aktien verkaufen, von denen sich Vorstandschef Rolf Habben Jansen rund 352 Millionen Euro Erlös erwartet. Für die Tilgung der Schulden will man mit 170 Millionen Euro rund die Hälfte einsetzen. Aktuell belaufen sich diese auf 7,3 Milliarden Euro.

Reederei blickt optimistisch in die Zukunft

Die Kapitalerhöhung wurde bereits vor einiger Zeit und im Zuge der Fusionsverhandlungen mit dem Kontrahenten United Arab Shipping Company vereinbart. Schon damals verpflichteten sich die Hauptgesellschafter, Aktien zu übernehmen, sollten sich nicht genug Käufer finden. Diese Maßnahme hält Jansen aber für unnötig: „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage am Markt ausreichen wird“, wird er im Handelsblatt zitiert. Durch die Kapitalerhöhung stieg der Wert der Aktie sogar noch einmal um 0,5 Prozent auf 36,68 Euro an.

Nachdem sich die Schifffahrtsbranche in den letzten Jahren in einem Tief befand, blickt man bei Hapag-Lloyd aktuell wieder optimistisch in die Zukunft. Seit rund einem Jahr haben sich nicht nur die Frachtraten wieder erholen, sondern das Hamburger Unternehmen konnte sich im zweiten Quartal 2017 sogar wieder über einen Nettogewinn freuen. Dieser Umstand würde auch den Investoren zugute kommen, denen Rolf Habben Jansen sogar eine Ausschüttung für das Jahr 2018 in Aussicht stellt. „Wenn wir unter dem Strich Ende des Jahres schwarze Zahlen schreiben, würden wir uns ernsthafte Gedanken über einen Dividendenzahlung 2017 machen“.

 

/ Geschrieben von Corinna Flemming


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