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In der Schweiz ticken die Uhren oft anders als bei uns in Deutschland. Die Schweizerische Post bringt dafür jetzt das nächste Beispiel. Denn anstatt die Preise für Pakete und Co. zu erhöhen, wurde ein Maßnahmenpaket im Wert von zehn Millionen Schweizer Franken vereinbart, das den Postkunden, privat und gewerblich, zugutekommt.

Logo der Schweizerischen Post
© Denis Linine / Shutterstock.com

Die Schweiz fördert den Online-Handel. Und das nicht mit leeren Versprechen. Wie ecommerce-vision.de berichtet, hat die Schweizerische Post die im Jahr 2014 erstmals mit Preisüberwacher vereinbarte so genannte „Regelung 1“ verlängert, wodurch die wichtigsten Preise im Briefverkehr bis Ende 2018 auf heutigem Niveau eingefroren werden.

Zollrevisionsgebühr entfällt vollständig

Neben der sogenannten „Regelung 1“ werden Online-Rabatte für inländische Paket- und Expresssendungen ab 2018 eingeführt. Zudem gewährt die Schweizerische Post einen Rabatt in Höhe von einem Franken auf Privatkundenpakete in der Zeit vom 24. November bis zum 24. Dezember 2018. Versandhandelsretouren sollen für Privatkunden ebenfalls ab 2018 günstiger werden. Weiterhin minimiert die Schweizerische Post die Preis- bzw. Gewichtsstufen von fünf auf drei Stufen. Die Preise für Pakete bis zwei Kilo, welche rund 85 Prozent aller von der Post transportierten Pakete ausmachen, bleiben dabei unverändert. Nur bei den Paketen über zwei Kilo gibt es je nach Gewichtssegment leichte Preisanpassungen. Außerdem hat man ein zehn Millionen Schweizer Franken schweres Maßnahmenpaket aufgelegt, dass sowohl Privatpersonen als auch gewerblichen Händlern zugutekommen soll.

Besonders spannende Nachrichten gibt es auch für internationale Online-Händler und Kunden. Die Schweizerische Post streicht ab 1. Januar 2018 die Zollrevisionsgebühr. Bisher wurde für die stichprobenmässige Kontrolle eines Pakets aus dem Ausland 13 Franken fällig. Die Schweizerische Post wird die anfallenden Kosten für die Überprüfung der Sendungen ab 2018 selbst tragen.

Der Weg der Schweizerischen Post mag den ein oder anderen Versender in Deutschland verwundern. Gerade die Deutsche Post DHL, die vom stetig wachsenden E-Commerce profitiert, erhöhte in den letzten Jahren immer mal wieder die Preise. Auch wenn sich die Preiserhöhungen in erster Linie auf den Briefversand bezogen, dürfte es nicht lang dauern, bis auch Pakete und Päckchen teurer werden. Eine Preiserhöhung wäre bei der Strategie der DPDHL nur nachvollziehbar, da man so aus dem Geschäft mit dem Online-Handel noch mehr herauspressen kann.

/ Geschrieben von Julia Ptock


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