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In Bremen und dem Weser-Ems-Gebiet rief Verdi zum Warnstreik auf. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen mit der DHL. Was sonst noch in der Logistik wichtig war, haben wir für Sie hier zusammengefasst.

Verdi Flaggen
© Verdi

DHL Delivery: Warnstreiks sollen Druck bei Tarifverhandlungen erhöhen

Eben erst haben die Tarifverhandlungen zwischen Deutscher Post DHL und Verdi begonnen, da kommt es auch schon zu den ersten Warnstreiks. Bereits am Dienstag und Mittwoch waren Paketzusteller von DHL Delivery im Gebiet Weser-Ems und in Bremen in einen eintägigen Warnstreik getreten. Wie viele Mitarbeiter sich an dem Warnstreik beteiligten ist nicht bekannt. Wie die Welt berichtet, soll es laut DHL-Sprecher Jens-Uwe Hogardt keine nennenswerten Beeinträchtigungen durch den Warnstreik gegeben haben. Gegenüber dem Weser Kurier erklärte DHL-Sprecherin Maike Wintjen jedoch, dass in Bremen am Dienstag aufgrund des Warnstreiks 1710 Pakete im Depot des Unternehmens liegen geblieben sind. „Wir hoffen, dass wir die Pakete bis zum 29. Januar ausliefern können“, heißt es weiter.

Die durchgeführten Warnstreiks sollen den Druck auf die DHL erhöhen. Tanja Post, Gewerkschaftssekretärin für den Bereich Postdienste, Speditionen und Logistik, zeigt sich unzufrieden und sagte gegenüber dem Weser Kurier: „Wir sind enttäuscht, was die Arbeitgeber trotz des langen Zeitraums der Verhandlungen anbieten.“ Die bisherigen Angebote seien nicht akzeptabel.

Easypack firmiert in Pregis um

Easypack hat sich einen neuen Namen verpasst. Der Verpackungsanbieter firmiert jetzt, zwei Jahre nach der Übernahme durch das amerikanische Unternehmen Pregis LLC (Schutzverpackungsmaterialien und -systemen) unter dem Namen Pregis. Geschäftsführer ist Roland Schulte. Easypack bleibt aber als Produktmarke erhalten, da nach Angaben von logistik-heute.de die Easypack-Produkte in das Portfolio von Pregis übernommen wird. Weiterhin verbleibt die Entwicklung und Herstellung der Verpackungsmaschinen in Großbritannien. Auch der Kundendienst in Europa sowie der Vertrieb des recycelten Papiers zur Herstellung von schützendem Papierpolster sollen bestehen bleiben.

DPD wird exklusiver Partner vom FC St. Pauli

Der FC St. Pauli und der KEP-Dienstleister DPD sind eine exklusive Partnerschaft eingegangen. Wie auf der Website des Fußball-Vereins zu lesen ist, einigte man sich auf eine Zusammenarbeit bis zum 31. Dezember 2019. Insgesamt soll der Umfang der Kooperation der Sponsorenkategorie Kapitän entsprechen. „Wir sind froh, dass wir mit DPD einen exklusiven Partner in diesem Bereich gefunden haben, denn gerade im Merchandising und in der Verwaltung haben wir erhebliche Bedarfe an Paketdienstleistungen. Daher sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt“, erklärt Andreas Rettig, Geschäftsführer des FC St. Pauli. Und auch die DPD zeigt sich zufrieden und Stolz. Dr. Jörg Schmeidler, Regional Managing Director North bei DPD ergänzt: „Wir freuen uns, Fans und Partner der Kiezkicker in ganz Deutschland und darüber hinaus mit einer treffsicheren Paketzustellung glücklich zu machen.“

Setzt Berlin auf der letzten Meile bald Straßenbahnen ein?

Wie auch andere Metropolen ächzt Berlin unter der Last der Pakete, die täglich von den unterschiedlichsten KEP-Dienstleistern ausgefahren werden. Aus diesem Grund wird in Berlin überlegt, die letzte Meile neu zu gestalten. Straßenbahnen könnten dafür zum Einsatz kommen. Nach Angaben der HuffingtonPost „sollen die Pakete in Berlin künftig mit der Tram von den Lagerhallen am Stadtrand in die Stadt gebracht werden“. Dies soll vornehmlich nachts geschehen, wenn die Straßen und die Straßenbahnen leer sind. Von den durch die Straßenbahnen belieferten Micro-Hubs sollen Lastenräder oder Elektro-Lkw die Pakete zu den Verbrauchern bringen. Ob es jedoch so weit kommt, bleibt abzuwarten – denn bisher ist es in Berlin verboten, Güter in die Stadt auf der Schiene zu transportieren.

Temperaturgeführte Transporte: ELVIS macht Cool-Load-Segment dicht

Der Europäische Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) beendet seinen Versuch, ein Ladungsnetzwerk für temperaturgeführte Transporte aufzubauen. Wie bei logistik-heute.de zu lesen, blieb die erwünschte Entwicklung aus. Zudem sei die Zusammenarbeit im Cool-Load-Segment deutlich schwieriger als in anderen Transportmärkten. Weitere Gründe für die Auflösung sind unter anderem die nur schwer mögliche Standardisierung, die scharfen Restriktionen sowie der stark ausgeprägte Wettbewerb. Nach Ansicht von ELVIS wäre ein flächendeckendes Netzwerk und die dazugehörige Infrastruktur zum Aufrechterhalten der Kühlkette nur möglich, wenn sich eine große Zahl an Mitgliedern engagieren würde – zuletzt, so heißt es, haben jedoch nur 13 Speditionen mit 21 Standorten und 700 Lkw zusammengearbeitet.

/ Geschrieben von Julia Ptock


Kommentare

#1 wolfgang-hh 2018-01-26 10:42
Die Straßenbahn gibt es in Berlin nur im ehemaligen OST - BERLIN
!!



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