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Die Beschwerden über die Deutsche Post nehmen immer mehr zu. Doch nicht nur das: Auch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesnetzagentur, übt nun selbst Kritik an der Qualität des Konzerns.

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© Joerg Huettenhoelscher / Shutterstock.com

Die Deutsche Post ist immer häufiger Gegenstand von Beschwerden. Im Jahr 2017 haben Empfänger 6.100 schriftliche Beschwerden bei der Bundesnetzagentur eingereicht – 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Handelsblatt berichtet. Vor allem ein Bereich der Deutschen Post werde immer wieder kritisiert: „Über die Hälfte der Beschwerden betrifft dabei die Briefbeförderung und -zustellung durch die Deutsche Post AG“, soll es in einem internen Bericht der Netzagentur heißen. Das sei allerdings nur die „Spitze des Eisbergs“.

Doch Kritik kommt inzwischen nicht mehr nur von den Empfängern: Auch die Bundesnetzagentur übt Kritik an der Deutschen Post. Der Aufsichtsbehörde geht es vor allem um die Briefkasten-Leerung, bei der sie eine erhebliche „Qualitätsverschlechterung“ beklage. Von den rund 110.000 Briefkästen in Deutschland würden 56 Prozent nur noch vormittags geleert. Auch an Sonn- und Feiertagen würden Briefkästen immer seltener geleert. Der Bundesnetzagentur zufolge dürfte das „mitursächlich sein für das gefühlte Ausbleiben der Briefzustellung an Montagen“.

Beschwerden nahmen im Weihnachtsgeschäft deutlich zu

Anfang Dezember ließ die Bundesnetzagentur bereits verlauten, dass die Zahl der Beschwerden gestiegen sei – zu dem Zeitpunkt wurde der Anstieg aber geringer eingeschätzt. Im Weihnachtsgeschäft kam es offensichtlich zu einem starken Anstieg an Beschwerden. Vor allem verspätete Briefe und Pakete sowie Einwürfe in falsche Briefkästen wurden angekreidet. Eine Sprecherin der Deutschen Post habe darauf verwiesen, dass 94 Prozent der Briefe und 90 Prozent der Pakete am nächsten Werktag zugestellt würden.

Der Konzern sieht die steigende Zahl der Beschwerden auch darin begründet, „dass die Bundesnetzagentur in der öffentlichen Wahrnehmung vermehrt als Beschwerdestelle für Anliegen im Postbereich angesehen wird“. Unterdessen ruft Oliver Krischer, Verbraucherexperte der Grünen, die Bundesregierung dazu auf, der Deutschen Post Dampf zu machen – schließlich habe der Konzern einen öffentlichen Auftrag bei der Zustellung von Briefen. „Die Verbraucher dürfen nicht die Dummen sein, wenn sie wichtige Briefe verschicken“, so Krischer.

/ Geschrieben von Michael Pohlgeers


Kommentare

#3 Frank Dahms 2018-01-22 11:25
Seit die Post von der Postbank (Tochter von Deutsche Bank) mit in den Filialen betrieben wird gibt es immer wieder Probleme. Ein Beispiel ist die Ausstattung mit Briefmarken, es gibt nicht an jeden Schalter das volle Sortiment. Es kommt also vor, dass sich ein Kunde an einen Schalter anstellt und dann gesagt bekommt: "Bitte den Nebenschalter nutzen" - also doppelt anstellen!
Auch kommt es vor, dass die Kollegin, die die "große Kasse" hat nicht Dienst hat und man die gewünschten Briefmarken erst am Folgetag kaufen kann. Für eine Onlinehandel nicht hilfreich, haben aber fast eine Monopolstellung.
Das Personal ist überwiegend freundlich aber die Vorgesetzten haben ja keinen Kontaktakt zum Kunden.
#2 Lene 2018-01-22 10:59
Es mag sein das die Deutsche Post im letzten Halbjahr unterirdisch war, allerdings sind die anderen Paketzusteller leider noch eine Stufe darunter.
So kam Hermes z.B. 1 x pro Woche in unsere Straße... und auch deren Kennzeichen am Auto war nicht gerade D.

Von Briefen mal ganz zu scheigen (Montag werden Briefe ja eh nicht mehr zugestellt) beginnte das Weihnachtsgesch äft wohl bereits im August. Und dies hat sich wohl in der Führungsetage noch nicht herumgesprochen.

Und eine Lanze für die Paketzusteller. Die, die das ganze Jahr bei uns zustellen trifft wohl die wenigste Schuld, wenn ich sehe was sie leiten müssen.
#1 Max 2018-01-22 08:49
Dazu kommt das die Qualität der Briefkastenleer er unterirdisch ist.Subunterneh mer ohne jegljche Sprachkentnisse mit Auos vom schrottplatz



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