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Trotz des wachsenden Paketvolumens steigen die Umsätze für KEP-Dienstleister nicht im gleichen Maße an. Schuld sind die sinkenden Einnahmen pro Sendung.

Kurierdienst
© Africa Studio / shutterstock.com

720 Millionen Pakete wurden im Jahr 2016 innerhalb von Europa versendet. Das ergab jetzt eine neue Studie von A.T. Kearney. Die Unternehmensberatung hat sich die internationale KEP-Branche (Kurier-, Express- und Paketdienste) angeschaut und festgestellt, dass der stetig zunehmende Online-Handel die Paketmengen zwar nach wie vor in die Höhe treibt, was sich allerdings nicht unmittelbar auf den Umsatz auswirkt. Dieser wächst nämlich nur sehr mühsam an. Die Gründe dafür setzen sich nach Angaben von A.T. Kearney aus mehreren Faktoren zusammen.

Umsatz geht nicht mit Paketmengen einher

Die Anzahl der international verschickten Sendungen hat sich von 2015 auf 2016 um zehn Prozent erhöht. Der Umsatz für die KEP-Unternehmen steigt allerdings nur sehr schleppend an und hat sich in den letzten Jahren jeweils nur um magere fünf Prozent erhöht. Betrachtet man sich die einzelnen internationalen Standardsendungen, ging der Umsatz sogar um fünf Prozent zurück. „Immer mehr leichte Pakete und fallende Kraftstoffpreise drücken die Einnahmen pro einzelner Sendungen nach unten“, wird A.T. Kearney-Tansportexperte Jan Matuska, auf der DVZ zu den Hintergründen zitiert. Außerdem wird der Großteil der Sendungen innerhalb Europas verschickt, für dessen Transport sich die meisten Kunden die günstigere Standard-, statt der Express-Variante entscheiden. Diese drei Faktoren sind der Grund, warum die steigenden Paketmengen dennoch keinen signifikanten Umsatzanstieg fördern. Auch für die kommenden Jahre sagt die Marktstudie „Europe’s International CEP Market: Solid Growth With Challenges Ahead ” einen Zuwachs voraus. 2019 sollen es schon 908 Millionen Pakete sein.

Negativer Trend setzt sich fort

Bereits in den letzten Jahren ist der durchschnittliche Erlös pro Sendung in der Kurier-, Express- und Paketbranche hierzulande immer weiter zurückgegangen. Während im Jahr 2007 noch ein Wert von 6,22 Euro Sendung erzielt wurde, betrugen die durchschnittlichen Einnahmen 2016 nur noch 5,85 Euro. Seit dem Jahr 2012 setzt sich dieser Negativtrend kontinuierlich fort. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Branche im laufenden Jahr wieder etwas erholen wird.

Erlös je Sendung KEP
© Statista 2017
/ Geschrieben von Corinna Flemming


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